Programm

Mittwoch, 28. September 2016

09:30 Uhr
Registrierung und Eröffnung der Fachausstellung
10:00 Uhr
Begrüßung der Teilnehmer
Referent: Ute Drescher | Vogel Business Media GmbH & Co. KG
10:05 Uhr
Eröffnungs-Keynote: Die 4 möglichen Fälle des Maschinenbaus
Referent: Dipl.-Ing. Alois Hüning | Berufsgenossenschaft Holz und Metall

• Studium Maschinenbau Fachrichtung Konstruktionstechnik an der Universität / GHS Paderborn • Mehrjährige Industrietätigkeit im Bereich der Entwicklung von Stromversorgungssystemen • Seit 1987 tätig bei der Maschinenbau- und Metall BG ( seit 1.1.2011 Berufsgenossenschaft Holz und Metall) als AP • Für die Novellierung der neuen Maschinenrichtlinie in den Jahren 2003/2004 abgeordnet ins damalige Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit • Weitere Abordnung im Jahr 2007/2008 ins Bundesministerium für Arbeit und Soziales zur nationalen Umsetzung der Maschinenrichtlinie. • Referent in verschiedenen internen und externen Ausbildungs- und Weiterbildungsveranstaltungen, Autor verschiedener Fachberichte und Co-Autor des Buches „Neue Maschinerichtlinie“. • Mitglied in verschiedenen nationalen und internationalen Normgremien.

10:35 Uhr
Betreiber-Keynote: Sicherheitsanforderung bei Maschinen – ein Erfahrungsbericht von der Schnittstelle Hersteller/Betreiber
Referent: N N
11:05 Uhr
Spotlight Session – Kurzvorstellung der Produkte und/oder Dienstleistungen auf der Ausstellung
11:50 Uhr
Kommunikations- und Kaffeepause

Praxisforum 1

12:20 Uhr

Praxisforum 1: Sicherheit als Standard
12:20 Uhr: Status Quo Safety & Security – aus ISO IEC17305 wird IEC62061 (Edition 2) mehr
ISO IEC 17305, was hat die Fertigungsindustrie daraus gelernt und wie wird es in die Zukunft umgesetzt?Die gemeinsamen Diskussionen haben zu gemeinsame Sichtweise geführt, so genannte Ad-Hoc Gruppen arbeiten an Vorschläge weiter, die später in der Überarbeitungen der ISO 13849 und der IEC 62061 hineinfliessen werden. So werden sich beide Normen immer näher kommen können.     Maschinensicherheit und IT Security – zwei Themen, die sich im Zeitalter von Industrie 4.0 nicht mehr isoliert voneinander betrachten lassen. Doch wie können die unterschiedlichen Anforderungen unter einen Hut gebracht werden?  In seinem Vortrag wird ein aktuelles Lagebild der Normung gezeichnet und es werden Antworten auf weitere Fragen wie:

• Wie können Sicherheitsfunktionen angegriffen/geschützt werden
• Wann muss Cyber-Security durch den Hersteller der Maschine betrachtet werden, wann durch den Betreiber und welche Rolle spielen dabei die Geräteherstellern beziehungsweise Technologieprovider?

Abschließend werden praktische Beispiele für in puncto Safety & Security „kombinierte“ Maschinen beshrieben und Empfehlungen geliefert, wie Maschinen- und Anlagenbauer das Thema Sicherheit auf der ganzen Linie in den Griff bekommen.
Referent: Bernard Mysliwiec | Normengremium Merging IEC 62061 und ISO 13849-1

Bernard Mysliwiec ist seit über 40 Jahren in der Automatisierungstechnik tätig, dabei über 20 Jahren in der Funktionalen Sicherheit (Fertigungs- und Prozessindustrie) und seit vielen Jahren in Normungsgremien aktiv

12:50 Uhr: Impulsvortrag: Stand der Technik gemäß Betriebssicherheitsverordnung – was beim Betrieb und Umbau von Maschinen beachtet werden muss mehr
Die Bereitstellung sicherer Arbeitsmittel und die sichere Verwendung von Maschinen regelt in Deutschland die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV). Eine zentrale Anforderung der BetrSichV ist, dass die Sicherheitsmaßnahmen der Maschinen und Anlagen dem aktuellen Stand der Technik entsprechen sollen.   
Im Impulsvortrag wird diese Anforderung anhand verschiedener Themen näher beleuchtet:
  • Unterscheidung zwischen Stand der Technik bei der Herstellung (MRL) und bei der Verwendung von Arbeitsmitteln (BetrSichV)
  • Aufrechterhalten der Sicherheit eines Arbeitsmittels (Maschine) und Anpassungen an den Stand der Technik
  • Situationen, in denen der Arbeitgeber (Betreiber) zum Hersteller einer Maschine wird
  • Bewertung von wesentlichen Veränderungen beim Umbau von Maschinen an Praxisbeispielen
  • Verwendung und Beschaffung von gebrauchten Maschinen
Referent: Stefan Ostertag | Pilz GmbH & Co. KG

Nach seiner Ausbildung zum Energieelektroniker hat Stefan Ostertag das Studium zum Wirtschaftsingenieur mit Schwerpunkt Industrielle Technik an der Hochschule Rosenheim absolviert. Anschließend war er von 2007 - 2008 als Vertriebsingenieur für einen Pneumatikhersteller tätig. In 2009 wechselte er zum Unternehmen Pilz GmbH & Co. KG und war dort bis 2015 als Vertriebsingenieur tätig. Seit August 2015 ist er als Projektleiter im Pilz Customer Support für Consulting Services verantwortlich.

13:10 Uhr: Praxisbeispiel: Risikobeurteilung – Der Schlüssel zur EU-Konformität mehr
Nach einer kurzen Einführung in die Bedeutung der Risikobeurteilung für die EU-Konformität wird anhand eines Beispiels gezeigt wie Risikobeurteilungen mit Hilfe der "Task-Based"-Methode nach EN ISO 12100 optimal durchgeführt werden können. Schnittstellen zu weiteren wesentlichen Arbeitsschritten hin zur EU-Konformität werden aufgezeigt. Hervorgehoben wird dabei insbesondere wie Risikobeurteilung die Informationen zur korrekten Auslegung der funktionalen Sicherheit und zur Ausarbeitung der Betriebsanleitung liefert.
Referent: Matthias Schulz | AXELENT + ProfiServices

Matthias Schulz, Jahrgang 1962, berät seit 1995 zahlreiche Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus bezüglich der Umsetzung der CE-Kennzeichnung, insbesondere bei der Risikobeurteilung und den Inhalten von Betriebsanleitungen. Schulz ist Referent beim VDI in Stuttgart für zahlreiche Themen rund um die CE-Kennzeichnung. Tausende Ingenieure haben von seinen Fachbüchern und Seminaren profitiert. Seit 2014 leitet er den Geschäftsbereich AXELENT ProfiServices der Axelent GmbH in Stuttgart.

Praxisforum 2

12:20 Uhr

Praxisforum 2: Sichere-Mensch-Maschine-Interaktion
12:20 Uhr: Zusammenarbeit von Mensch und Roboter im Arbeitsumfeld – Sicherheitsanforderungen gemäß EN ISO-TS 15066 mehr
Kollaborierende Robotersysteme stellen ein Bindeglied zwischen rein manuellen Arbeitsplätzen und Vollautomation dar. Ein besonders in Industrie 4.0 wichtiges Merkmal, da der Trend zu immer kleineren Losgrößen geht.  In einem je nach Kollaborationsart weitestgehend schutzzaunlosen Betrieb kann so der Kollege Roboter die Belegschaft bei manuellen Tätigkeiten unterstützten. Diese ökonomischen Vorteile lassen sich oft auch zur Gesunderhaltung der Beschäftigten an ihren Arbeitsplätzen nutzen. So können beispielsweise besonders unergonomische Tätigkeiten vom Roboter übernommen werden: z.B. monotone Tätigkeiten oder Überkopfarbeit. Von den derzeit bekannten vier Kollaborationsarten bietet die sogenannte Leistungs- und Kraftbegrenzung besonderes Potential. Hierbei werden Kräfte und Drücke des Roboters einschließlich Werkzeug bei Kontakt mit Personen so begrenzt, dass es nicht zu Verletzungen kommt. Die biomechanischen Grenzwerte für einen solchen Kontakt waren bis dato weitgehend unbekannt. In Forschungsprojekten der DGUV und der BGHM wurden dazu mit Unterstützung des IFA umfangreiche Untersuchungen durchgeführt. Die Ergebnisse wurden zwischenzeitlich in internationale Normen übernommen. Durch die besondere Nähe zum Menschen steht die funktionale Sicherheit ebenfalls mit an oberster Stelle. Die Sicherheitsfunktionen des Robotersystems einschließlich zugehöriger Schutzsysteme müssen Steuerungskategorie 3 sowie Performance Level d entsprechen.
Referent: N N | BGHM
12:50 Uhr: Impulsvortrag: Praktische Gegenüberstellung der Anforderungen an eine Betriebsartenanwahl und die Überbrückung einer Sicherheitsfunktion
Referent: Holger Laible | Siemens AG

Studium der Elektrotechnik an der FH München; 16 Jahre Erfahrung zum Thema Typprüfung, Zulassung, Technischer Regulierung; 10 Jahre Erfahrung in der Normung; 8 Jahre Tätigkeit bei Third Parties (TÜV, UL) ; seit 9 Jahren bei Siemens AG und seit dieser Zeit mit funktionaler Sicherheit beschäftigt

13:10 Uhr: Praxisbeispiel: Digitale Absicherung der Mensch-Roboter-Schnittstelle am Beispiel der MRK-Demonstrationszelle mehr
Die Anwendung von Industrierobotern wird heute i.d.R. durch eine Simulation im Vorfeld digital abgesichert.
Diese Simulation kann und sollte auch die Aspekte des Bedienerschutzes umfassen, und bei einer ausgeprägten Mensch-Roboter-Kollaboration muss sie es.
Die Sicherheitsabstände nach EN ISO 13855 und 13857 sieht man in der realen Anlage nicht. Man kann sie jedoch in CAD modellieren und in der Simulation als Störkontur verfügbar machen.
Wenn der Mensch Zugang hat, dann muss der Roboter in SAFELY LIMITED SPACES eingeschlossen werden. Die Überprüfungs-Geometrie einer sicheren Robotersteuerung sieht man ebenfalls in der realen Anlage nicht. Auch hier ist es Aufgabe der Simulation, die Geometrie zu bestimmen und die Machbarkeit sowohl des Ablaufs als auch des Personenschutzes zu verifizieren.
Zielkonflikte können damit bereits in der Engineering-Phase identifiziert, mit der Berufsgenossenschaft erörtert und nachvollziehbar gelöst werden anstatt durch "Baustellenlösungen".
Referent: Markus Baumann | EngRoTec Saar GmbH

Geb. 1964; Seit 2002 im Bereich Industrieautomation und Robotik in verschiedenen mittelständischen Unternehmen; Ab 2009 (Einführung der Richtlinie 20006/42/EG) interne und externe Schulung des Themas Maschinensicherheit; Seit 2014 Sicherheitsingenieur der EngRoTec-Gruppe – Konformitätsbewertung in eigener Sache und im Kundenauftrag; Seit 2014 Lehrauftrag für CE-Kennzeichnung und Maschinensicherheit an der Fakultät für Maschinenbau der DHBW Standort Karlsruhe

Referent: Tomas Prchal | B&R

Ausbildung: 1992-1997: Technische Universität in Brno, Fach Automatisierung, Messen und Kybernetik. Staatsprüfung im Jahre 1997; Berufliche Vergangenheit: 1996: ElektroMar Brno. SPS Programmieren (Siemens Simatic); 1997-2004: B&R Automation: Applikationsingenieur. Fokus auf Motion Applikationen, beteiligt in Pilotapplikationen CNC. Internationale Applikationen (Tschechien, Deutschland, Indien).; 2004-2010: B&R Automation: Motion Softwareentwicklung (CNC und Robotik); 2011- jetzt: B&R Automation : Global Technology Manager, Metall und Robotik (Business Entwicklung)

13:40 Uhr
Mittagspause und Besuch der Ausstellung
14:40 Uhr
Impuls zur Diskussion: Maschinensicherheit 2030 – Welche rechtlichen Aspekte bringt Industrie 4.0 mit sich? mehr
Der Kurzvortrag soll eine kritische und teilweise provokante Einstimmung auf die Diskussion „Maschinensicherheit Quo-Vadis?“  im Umfeld  Industrie 4.0 geben. Dabei wird schlaglichtartig die Entwicklung der Maschinensicherheit in der Vergangenheit bis heute (Industrie 1.0 bis Industrie 3.0) beleuchtet und die gerade aktuellen „Modetrends“  Industrie 4.0 und Work 4.0 hinsichtlich ihrer tatsächlichen Neuheit und somit eventuell erforderlicher Neuausrichtungen der Maschinensicherheit hinterfragt. Es wird versucht, einen Vergleich zwischen dem status quo der Maschinensicherheit und dem wo es im Zusammenhang mit eventuell veränderten Randbedingungen durch die Fabrik der Zukunft hingehen könnte, herauszuarbeiten.  
Der Referent scheut dabei auch nicht vor kritischen Aussagen zu Sinn und Unsinn mancher Trends und Strömungen zurück und versucht auf nüchterner, technischer Basis die aus heutiger Sicht tatsächlich durch Industrie 4.0 angedeuteten Veränderungen im Zusammenhang von Safety, Security und Vernetzung aus der Sicht des technischen Sachverständigen zu beleuchten.
Ausgehend vom heutigen Stand der Technik und der Rechtsprechung im Zusammenhang mit Maschinensicherheit wagt der Referent für das Themenfeld „Haftung aus technischer Sicht“ einen kritischen Blick in die Zukunft – dabei steht das Jahr 2030 lediglich als Chiffre.

Referent: Josef Urban | Ingenierbüro Urban

Der Referent hat an der TU München Elektrotechnik studiert und befasst sich seit mehr als drei Jahrzehnten in unterschiedlichsten Branchen und Anwendungen mit Themen der Technischen Sicherheit. Er betreibt seit über zwanzig Jahren das INGENIEURBÜRO URBAN als eigenständiges und unabhängiges Sachverständigenbüro mit dem Schwerpunkt Sicherheit von Maschinen, Anlagen und Komponenten. Seine Expertise ist sowohl in der Schadensprävention (Prüfung, Beratung, Schulung) als auch in der Ursachenermittlung bei Schadensereignissen (Beweisfeststellungsverfahren/ Beweissicherungsverfahren) von komplexen technischen Systemen in der Maschinen- und Anlagentechnik weltweit gefragt. Er ist als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger, anerkannter Sachverständiger und Sicherheitsingenieur für Behörden, Gerichte, Versicherungen und Unternehmen tätig. Seine Erfahrungen reichen von der Gefährdungs- und Risikobewertung, der Entwicklung und Produktion bis zur behördlichen Zulassung und dem Betrieb von technischen Systemen und Komponenten zur Realisierung einer ausreichenden Maschinen-, Anlagen oder Komponentensicherheit.

15:10 Uhr
Diskussionsrunde: Maschinensicherheit im Wandel – Wie sieht die Arbeitswelt des Konstrukteurs von morgen aus?
Referent: Dipl.-Ing. Alois Hüning | Berufsgenossenschaft Holz und Metall

• Studium Maschinenbau Fachrichtung Konstruktionstechnik an der Universität / GHS Paderborn • Mehrjährige Industrietätigkeit im Bereich der Entwicklung von Stromversorgungssystemen • Seit 1987 tätig bei der Maschinenbau- und Metall BG ( seit 1.1.2011 Berufsgenossenschaft Holz und Metall) als AP • Für die Novellierung der neuen Maschinenrichtlinie in den Jahren 2003/2004 abgeordnet ins damalige Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit • Weitere Abordnung im Jahr 2007/2008 ins Bundesministerium für Arbeit und Soziales zur nationalen Umsetzung der Maschinenrichtlinie. • Referent in verschiedenen internen und externen Ausbildungs- und Weiterbildungsveranstaltungen, Autor verschiedener Fachberichte und Co-Autor des Buches „Neue Maschinerichtlinie“. • Mitglied in verschiedenen nationalen und internationalen Normgremien.

Referent: Bernard Mysliwiec | Normengremium Merging IEC 62061 und ISO 13849-1

Bernard Mysliwiec ist seit über 40 Jahren in der Automatisierungstechnik tätig, dabei über 20 Jahren in der Funktionalen Sicherheit (Fertigungs- und Prozessindustrie) und seit vielen Jahren in Normungsgremien aktiv

Referent: Dr. Detlev Richter | TÜV SÜD Product Service GmbH

Dr.-Ing. Detlev Richter ist als Vice President für Test und Zertifizierung von Industrie- und Energieprodukten bei der TÜV SÜD Product Service Division seit 2014 für das globale Geschäft verantwortlich. Dr. Richter hat Elektrotechnik studiert und an der TUM in Elektrotechnik promoviert. Er war 18 Jahre in der Elektro- und Elektronikindustrie in Produktion, Produktentwicklung und Produktinnovation in leitenden Funktionen tätig. Zum TÜV SÜD wechselte er 2010 mit dem Schwerpunkt funktionale Sicherheit und verantwortet den Test von Industrieprodukten und Maschinen mit dem Innovationsschwerpunkt intelligent vernetzte Industriekomponenten.

Referent: Josef Urban | Ingenierbüro Urban

Der Referent hat an der TU München Elektrotechnik studiert und befasst sich seit mehr als drei Jahrzehnten in unterschiedlichsten Branchen und Anwendungen mit Themen der Technischen Sicherheit. Er betreibt seit über zwanzig Jahren das INGENIEURBÜRO URBAN als eigenständiges und unabhängiges Sachverständigenbüro mit dem Schwerpunkt Sicherheit von Maschinen, Anlagen und Komponenten. Seine Expertise ist sowohl in der Schadensprävention (Prüfung, Beratung, Schulung) als auch in der Ursachenermittlung bei Schadensereignissen (Beweisfeststellungsverfahren/ Beweissicherungsverfahren) von komplexen technischen Systemen in der Maschinen- und Anlagentechnik weltweit gefragt. Er ist als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger, anerkannter Sachverständiger und Sicherheitsingenieur für Behörden, Gerichte, Versicherungen und Unternehmen tätig. Seine Erfahrungen reichen von der Gefährdungs- und Risikobewertung, der Entwicklung und Produktion bis zur behördlichen Zulassung und dem Betrieb von technischen Systemen und Komponenten zur Realisierung einer ausreichenden Maschinen-, Anlagen oder Komponentensicherheit.

Referent: Thomas Bömer | IFA -angefragt
Referent: Volker Krey | freier Berater und Trainer für CE-Kennzeichnung

Herr Krey ist seit über 10 Jahren als Freier Berater + Coach tätig – er unterstützt Unternehmen bei der praktischen Umsetzung der CE-Kennzeichnung bzw. des Produktsicherheitsrechts mit Seminaren, Beratungen und Coachings wie auch in der Funktion eines externen CE-Koordinators. Seine Seminare werden dabei auch von vielen IHKs angeboten. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Tätigkeiten liegt heute im Aufbau von CE-Manage-mentsystemen auf der Grundlage eines Praxisleitfadens zum Produktsicherheitsrecht – der im Hanser Verlag auch als Buch erschienen ist.

Praxisforum 3

15:40 Uhr

Praxisforum 3: Sicherheitsgerichtete Antriebstechnik
15:40 Uhr: Vernetzte Maschinen, intelligente Antriebe, dezentrale Komponenten - und beim Risiko bleibt alles beim Alten? mehr
  • Maschinensicherheit – Schritt für Schritt
  • Praxiserfahrung bzgl. Risikobeurteilung und Umsetzung
  • Intelligente Antriebe und dezentrale Komponenten
  • Implementierungsalternativen – Nutzen vs. Risiko  und Kosten
  • Smarte (intelligente) Maschinen – zusätzliche Schritte

Referent: Dr. Detlev Richter | TÜV SÜD Product Service GmbH

Dr.-Ing. Detlev Richter ist als Vice President für Test und Zertifizierung von Industrie- und Energieprodukten bei der TÜV SÜD Product Service Division seit 2014 für das globale Geschäft verantwortlich. Dr. Richter hat Elektrotechnik studiert und an der TUM in Elektrotechnik promoviert. Er war 18 Jahre in der Elektro- und Elektronikindustrie in Produktion, Produktentwicklung und Produktinnovation in leitenden Funktionen tätig. Zum TÜV SÜD wechselte er 2010 mit dem Schwerpunkt funktionale Sicherheit und verantwortet den Test von Industrieprodukten und Maschinen mit dem Innovationsschwerpunkt intelligent vernetzte Industriekomponenten.

16:10 Uhr: Impulsvortrag: Validierung von Sicherheitsfunktionen gemäß EN ISO 13849-2 mehr
Die normenkonforme Umsetzung der Anforderungen an die sicherheitsbezogenen Teile von Steuerungen im Rahmen der EN ISO 13849-1 ist seit 2009 in den Unternehmen gelebte
Praxis – der Begriff Performance-Level ist hinlänglich bekannt und eine normenkonforme
Gestaltung von Sicherheitsfunktionen wird in der Regel nach dem „Stand der Technik“ realisiert. Ungeachtet dessen wird seit Jahren in Seminaren, Workshops und Diskussionsrunden zur Maschinensicherheit immer wieder nach Klarheit zur Vorgehensweise bei einer normenkonformen Validierung gefragt.
Was genau fordert die EN ISO 13849-2 und wie kann man dies praktisch umsetzen.

Referent: Martin Schestak | SickVertriebs-GmbH

Martin Schestak, Jahrgang 1967, ist seit 2002 in dem Bereich Maschinensicherheit tätig. Als Functional Safety Engineer (TÜV Rheinland) arbeitet er an Lösungen und deren Umsetzungen rund um das Gebiet der Anlagen und Maschinensicherheit. Er ist Experte für Funktionale Sicherheit und Risikobeurteilungen nach EN ISO 12100. Seit 2012 ist er bei der SICK Vertriebs- GmbH als Consultant und Applikation Specialist Safety Solutions tätig. Erstellung von Sicherheitskonzepten, Risikobeurteilungen, Anlagenbegehungen sowie Durchführungen von Schulungen, Workshops und Seminaren gehören zu seinem Hauptaufgabengebiet.

16:30 Uhr: Praxisbeispiel: Maschinensicherheit 2050 - Wohin bewegen wir uns und was können wir schon heute? mehr
Wagen wir gemeinsam einen „augenzwinkernden“ Blick in die Zukunft: Welche Applikation sind durch Sicherheitsfunktionen im Jahr 2050 möglich und wie nah sind wir schon an der schönen neuen Welt?   Zurück in der Gegenwart zeigt der Vortrag, wie Sicherheit einfach in die Bewegungsabläufe heutiger Applikationen integriert und wie diese miteinander verknüpft werden können. Innovative Sicherheitsfunktionen (z.B. PDSS) sowie ein durchgängiger Systemgedanke machen es möglich. Anhand aktueller Anwendungsbeispiele zeigt der Vortrag neue Ansätze und einfach zu handhabende Lösungen auf, mit denen Sicherheitsfunktionen sicher umgesetzt und Engineeringzeiten deutlich verkürzt werden.
Referent: Michael Niehaus | Lenze SE

# 1988 .. 1991 Studium technische Informatik (FH); # 1991 .. 1999 SW Enttwicklung; # 1999 .. 2014 Leitung / Umsetzung verschiedener Entwicklungsprojekte für Programmierbare Elektronische Systeme im Maschinebau, Functional Safety Expert HW/SW; # 2014 .. Heute Technologiemanager Funktionale Sicherheit bei der LENZE

Praxisforum 4

15:40 Uhr

Praxisforum 4: Aufbau von Sicherheitssystemen
15:40 Uhr: Typische Fehlerquellen im CE-Prozess – und wie man sie vermeidet mehr
Bei der Umsetzung der CE-Kennzeichnung haben es Konstruktuere und Entwickler vor allem mit der Risikobeurteilung zu tun – das ist auch gut so! Allerdings sollte man sich darüber hinaus auch einen Blick für das zusammenhängende Ganze bewahren; denn es gibt da noch mehr zu tun auf dem Weg zu einer „rechtssicheren“ Maschine. Der Vortrag zeigt diesen Weg mit allen grundlegenden CE-Maßnahmen kurz auf, geht aber insbeson-dere auf typische Fehlerquellen in diesen Abläufen ein und wie man sie vermeidet – z. B. dass:
  • der Risikobeurteilung eine systematische Prüfung der anzuwendenden CE-Richtlinien und ggf. auch vertraglich vereinbarter Betreibervorschriften vorausgehen sollte
  • den in der Risikobeurteilung ermittelten Gefahren immer auch die relevanten Sicher-heitsanforderungen aus den anzuwendenden Rechtsvorschriften zuzuordnen sind und
  • in der Risikobeurteilung alle Angaben festzulegen sind, damit eine Betriebsanleitung auch rechtssicher werden kann – und nicht nur schön aussieht.

Referent: Volker Krey | freier Berater und Trainer für CE-Kennzeichnung

Herr Krey ist seit über 10 Jahren als Freier Berater + Coach tätig – er unterstützt Unternehmen bei der praktischen Umsetzung der CE-Kennzeichnung bzw. des Produktsicherheitsrechts mit Seminaren, Beratungen und Coachings wie auch in der Funktion eines externen CE-Koordinators. Seine Seminare werden dabei auch von vielen IHKs angeboten. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Tätigkeiten liegt heute im Aufbau von CE-Manage-mentsystemen auf der Grundlage eines Praxisleitfadens zum Produktsicherheitsrecht – der im Hanser Verlag auch als Buch erschienen ist.

16:10 Uhr: Impulsvortrag: Aufbau eines Sicherheitssystems in 6 Schritten mehr
Es soll in diesem Vortrag ein roter Faden an die Hand gegeben werden, bei dem der Zuhörer über den Prozess der Risikobeurteilung und der daraus abzuleitenden Maßnahmen informiert wird.
Über die,
  • Grenzen der Maschine,
  • der Gefahrenanalyse,
  • der Risikoeinschätzung,
  • der Schutzzieldefinition,
  • der Ableitung von Maßnahmen und
  • der Prüfung dieser Sicherheitsmaßnahme
wird dem Zuhörer für jeden dieser einzelnen Schritte Möglichkeiten aufgezeigt, damit seine Maschine nach der Maschinenrichtlinie konform aufgebaut werden kann.
Referent: Michael Flesch | Hans Turck GmbH & Co. KG

Ich bin stattlich gepr. Techniker und Meister im Elektrotechniker Handwerk. Seit meiner Ausbildung habe ich mit Maschinen zu tun und arbeite seit über 15 Jahren im Bereich der Machinensicherheit. Seit 2009 bin ich durch den TÜV Rheinland zertifiziert, als FS Engineer (2071/09) für die Maschinensicherheit. In den vergangenen Jahren habe ich meine Erfahrung im Aufbau sicherer Maschinen bei diversen Kunden einbringen können.

16:30 Uhr: Praxisbeispiel: Neues zur ISO 13849 mehr
Bereits seit Juli 2016 sind die Änderungen in Kraft und die Übergangsfrist der DIN EN ISO 13849-1:2008 ist abgelaufen.

Die Ausgabe 06/2016 der DIN EN ISO 13849-1 ist etwas umfangreicher als erwartet ausgefallen und wurde als konsolidierte Edition herausgebracht. Sie beinhaltet wichtige praktische Änderungen in der Risikobeurteilung und in der Berechnung der Sicherheitsfunktionen und ist seit Juli 2016 anzuwenden. Weil es in den Bewertungen sowohl Verschärfungen als auch Erleichterungen gibt, ist eine zeitnahe Prüfung durch alle Maschinenbauer dringend anzuraten. Die zentralen Änderungen werden im Vortrag aufgezeigt.

Referent: Thomas Kramer-Wolf | Wieland Electric

Studium der Elektrotechnik an der Universität Stuttgart mit Spezialgebiet "Theoretische Nachrichtentechnik"; Von 1992 bis 2001 bei großen Automobilzulieferern tätig in der Applikation und dem Vertrieb für Europa und Asien; Von 2001 bis 2007 Technischer Sprecher des SafetyBUS p Club International e.V.; Von 2007 bis 2014 Fachreferent Normen in der Pilz GmbH & Co. KG.; Seit 2014 Fachreferent Safety/Maschinenbau bei Wieland Electric GmbH

17:00 Uhr
Kommunikations- und Kaffeepause
17:30 Uhr
Abschluss-Keynote: Systematische Risikobewertung & Ausblick auf Normen für die Fertigungsindustrie
Referent: Thomas Bömer | IFA -angefragt
18:00 Uhr
Veranstaltungsende

Themenverwandte Seminare:

Themenverwandte Seminare zum Anwendertreff Maschinensicherheit in Würzburg finden Sie unter B2B Seminare


Bei Anmeldung zu einem dieser Seminare, erhalten Teilnehmer des Anwendertreff Maschinensicherheit mit Angabe des Codes "MASI" einen Rabatt von 15%!

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