Programm 2017

Das Programm zum Anwendertreff Maschinensicherheit 2017 am 27. September 2017 wird aktuell finalisiert.

Finden Sie hier vorab das vorläufige Programm bzw. die Programmstruktur.

Mittwoch, 27. September 2017

09:00 Uhr
Registrierung der Teilnehmer und Eröffnung der Ausstellung
10:00 Uhr
Begrüßung der Teilnehmer
Referent: Florian Fischer | Vogel Business Media GmbH & Co. KG
Referent: Ute Drescher | Vogel Business Media GmbH & Co. KG
10:05 Uhr
Keynote: Bedrohung durch Cybercrime
Referent: N. N.
10:45 Uhr
Die sicherheitstechnischen Herausforderungen der Industrie 4.0 mehr
Zunächst wird ein kurzer Überblick über die Paradigmen, Basistechnologien und Modelle im Kontext von Industrie 4.0 gegeben. Danach werden sicherheitstechnische Begriffe in Bezug auf die Aspekte Security und Safety kurz erläutert. Anhand eines realen Beispieles einer sehr schlecht abgesicherten Werkzeugmaschine wird die These diskutiert, dass sich mangelhafte netzwerktechnische Angriffssicherheit mit hoher Wahrscheinlichkeit negativ auf die Funktionale Sicherheit heutiger Maschinen und Anlagen auswirkt. Welche Herausforderungen ergeben sich damit für die Industrie 4.0 und wie könnten diese angegangen werden?

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Kurzüberblick Industrie 4.0: Paradigmen, Basistechnologien und Modelle
  • These: Mangelhafte Angriffssicherheit kompromittiert die Funktionale Sicherheit von Maschinen / Anlagen
  • Beispiel: Illustration obiger These anhand einer realen und sehr schlecht abgesicherten Werkzeugmaschine 
Referent: Björn Kasper | Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Mitglied VDE SUF

- 1999 – 2005 Studium Maschinenbau mit den Schwerpunkten Mechatronik & Automatisierungstechnik an der TU Bergakademie Freiberg
- 2005 – 2009 Tätigkeit als Projektingenieur im Bereich Werkzeug- und Produktionsmaschinen bei der Siemens AG in Chemnitz
- 2009 – 2013 Dozententätigkeit als Fachtrainer für Werkzeugmaschinensteuerungen und digitalen Antriebssystemen bei der Siemens AG in Chemnitz
- ab 2013 Beschäftigung als Wissenschaftlicher Mitarbeiter mit den Schwerpunkten Elektrosicherheit & Funktionale Sicherheit bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Dresden

11:15 Uhr
Spotlight-Session
11:50 Uhr
Kommunikations- und Kaffeepause

Praxisforum 1: Normen & Trends

12:20 Uhr

Praxisforum 1: Normen & Trends – Die Rolle der Security für die funktionale Sicherheit
12:20 Uhr: Eröffnungsvortrag: IT-Security schon in der Risikoanalyse berücksichtigen
Referent: Bernard Mysliwiec | Normengremium Merging IEC 62061 und ISO 13849-1

Bernard Mysliwiec ist seit über 40 Jahren in der Automatisierungstechnik tätig, dabei über 20 Jahren in der Funktionalen Sicherheit (Fertigungs- und Prozessindustrie) und seit vielen Jahren in Normungsgremien aktiv

12:50 Uhr: Impulsvortrag: Sicherheit trotz Industrie 4.0: Safety, Security und Verfügbarkeit im Maschinenbau
Referent: Thomas Kramer-Wolf | Wieland Electric

Studium der Elektrotechnik an der Universität Stuttgart mit Spezialgebiet "Theoretische Nachrichtentechnik"; Von 1992 bis 2001 bei großen Automobilzulieferern tätig in der Applikation und dem Vertrieb für Europa und Asien; Von 2001 bis 2007 Technischer Sprecher des SafetyBUS p Club International e.V.; Von 2007 bis 2014 Fachreferent Normen in der Pilz GmbH & Co. KG.; Seit 2014 Fachreferent Safety/Maschinenbau bei Wieland Electric GmbH

13:10 Uhr: Safety Praxis im Security-Umfeld einer digitalisierten Fertigung mehr
Security beschäftigt uns in allen Bereichen und wird daher auch in Bezug auf Safety diskutiert.
Es ist allerdings notwendig die Security als neue Domäne zu verstehen und zu erkennen, dass bekannte Konzepte oft nicht übernommen werden können.
Der Vortrag soll praktische Lösungen zu diesem Spannungsfeld aufzeigen, sowie die Unschärfe von Safety im Rahmen von Industrie 4.0 verdeutlichen.

Referent: Holger Laible | Siemens AG

Studium der Elektrotechnik an der FH München; 16 Jahre Erfahrung zum Thema Typprüfung, Zulassung, Technischer Regulierung; 10 Jahre Erfahrung in der Normung; 8 Jahre Tätigkeit bei Third Parties (TÜV, UL) ; seit 9 Jahren bei Siemens AG und seit dieser Zeit mit funktionaler Sicherheit beschäftigt

Praxisforum 2: Verkettung

12:20 Uhr

Praxisforum 2: Verkettung von Maschinen und Anlagen
12:20 Uhr: Eröffnungsvortrag: Verkettung von Maschinen und Anlagen im Zeitalter von Industrie 4.0 mehr
Das lernen die Teilnehmer im  Vortrag:

  • Industrie 4.0 - Referenzarchitektur und Implementierungen - Stand der Technik 2017
  • I4.0 = Vernetzung => Verkettung von Industrie 4.0 Komponenten und Maschinen
  • Nutzung der I4.0 Konzepte der intelligenten Vernetzung im Brown Field
Referent: Dr. Detlev Richter | TÜV SÜD Product Service GmbH

Dr.-Ing. Detlev Richter ist als Vice President für Test- und Zertifizierungsdienstleistungen von Industrie- und Energieprodukten bei der TÜV SÜD Product Service Division verantwortlich. Dr. Richter hat Elektrotechnik studiert und an der TUM in Elektrotechnik promoviert. Er war 18 Jahre in der Elektro- und Elektronikindustrie in Produktion, Produktentwicklung und Produktinnovation in leitenden Funktionen tätig. 2010 wechselte Dr. Richter zum TÜV SÜD mit dem Schwerpunkt funktionale Sicherheit für Antriebskomponenten in der Automobilindustrie. Seit 2014 verantwortet er global alle Testdienstleistungen für Industrie- und Energieprodukte und Maschinen. Ein Innovationsschwerpunkt liegt auf dem Gebiet von intelligent vernetzten Industriekomponenten für Industrie 4.0 Anwendungen.

12:50 Uhr: Impulsvortrag: NN
Referent: N. N.
13:10 Uhr: Verkettung von Maschinen in 6 Schritten
Referent: Michael Flesch | Hans Turck GmbH & Co. KG

Ich bin stattlich gepr. Techniker und Meister im Elektrotechniker Handwerk. Seit meiner Ausbildung habe ich mit Maschinen zu tun und arbeite seit über 15 Jahren im Bereich der Machinensicherheit. Seit 2009 bin ich durch den TÜV Rheinland zertifiziert, als FS Engineer (2071/09) für die Maschinensicherheit. In den vergangenen Jahren habe ich meine Erfahrung im Aufbau sicherer Maschinen bei diversen Kunden einbringen können.

13:40 Uhr
Mittagspause
14:40 Uhr
Podiumsdiskussion
15:10 Uhr
Keynote: Vom Sinn und Unsinn der Normen mehr
Wunderliche Begrifflichkeiten, Widersprüche, schockierende Praxisferne und echten Unsinn - all das gibt es auch in der Normung, sogar in der Sicherheitsnormung. Übersetzungen treiben mitunter groteske Blüten. Normen sind außerdem stark geprägt von der Interessenlage derer, die sie mitgestalten: Gremien namhafter Laien und Großunternehmen, die es sich leisten können, einen Markt "hintenherum" zu kaufen. Der nicht 100% ernstgemeinte Beitrag zeigt auf hoffentlich unterhaltsame, wenn nicht gar amüsante Weise die Grenzen und Grenzüberschreitungen in der Normung auf. Außerdem werden Empfehlungen zu einem ausgeglichen(er)en Umgang mit Normenforderungen gegeben ("Übertreibt es nicht mit der Angst vor der Haftung, denkt lieber selber Mal.").


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Normen sind alles andere als vollkommen (Widersprüche und echter Unsinn inklusive)
  • Normen sind trotzdem entscheidend für erfolgreiche Zusammenarbeit im Markt und den Wettbewerb
  • Wir sollten Normen ausgeglichen sehen, d. h. weder ignorieren noch normengläubig werden

Referent: Matthias Schulz | HiQ text Gesellschaft für technische Übersetzungen und Dokumentation mbH

Matthias Schulz, 1962, seit 1993 aktiv in der Beratung und Schulung zur Maschinensicherheit tätig, langjährig Mitglied des Beirats für Normen der tekom Gesellschaft für technische Kommunikation e. V., Stuttgart, Hausreferent beim VDI Stuttgart für viele Themen rund um die CE-Kennzeichnung, selbsternannter Experte für Risikobeurteilung mit über 20 Jahren leidvoller Erfahrung. Aktuell Geschäftsführer des Dienstleistungsunternehmens HiQ text GmbH, einer Agentur für technische Übersetzungen und Textqualität, außerdem Leiter des Geschäftsbereichs Axelent ProfiServices bei der Axelent GmbH, Stuttgart.

Praxisforum 3: Gestaltung Maschinen

15:40 Uhr

Praxisforum 3: Sichere konstruktive Gestaltung von Maschinen und Anlagen, Manipulationsschutz bei Wartung und Instandhaltung
15:40 Uhr: Eröffnungsvortrag: NN
Referent: N. N.
16:10 Uhr : Impulsvortrag: Neue Wege der sicheren Betriebsartenwahl mehr
Ein Betriebsartenwahlschalter ist an fast allen Maschinen vorhanden. An den meisten Maschinen wird ein Schlüsselschalter eingesetzt. In Zukunft wird vermehrt gefordert, dass die Betriebsartenwahl sicherheitstechnisch bewertet wird. Dies wird derzeit bereits in mehreren maschinenspezifischen Normen (C-Normen), wie der Drehmaschinennorm oder auch der Schleifmaschinenorm, unabdingbar. Der Vortrag zeigt zum einen, wie die sicherheitstechnische Beurteilung durchgeführt werden muss und zum anderen werden neue Wege aufgezeigt, die es sogar erlauben, die Betriebsartenwahl mit einem PL e an einem Touchpanel auszuführen.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Warum ist die Betriebsartenwahl eine Sicherheitsfunktion?
  • Die sicherheitstechnische Beurteilung der Betriebsartenwahl
  • Lösungen für Maschinenbauer und Betreiber
Referent: Vladimir Dragosavic  | EUCHNER GmbH + Co. KG

Nach seinem Studium der Industrieelektronik startet Vladimir Dragosavic seine Karriere in der Forschungsabteilung eines amerikanischen Maschinenherstellers. Zu seinem Aufgabengebiet gehörten Effizienzuntersuchungen von Antriebsmotoren. Das Thema Maschinensicherheit rückte zusehends in den Fokus. Anschließend wechselte er 1987 als Verkaufsingenieur zur Firma Euchner und entwickelte sich dort zum Geschäftsführer für Euchner Benelux weiter. Seit 2013 ist Vladimir Dragosavic internationaler Schulungsleiter im Hause Euchner und verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung im Bereich Maschinensicherheit. Er ist zudem Mitglied in verschiedenen Normengremien und spezialisiert auf Maschinensicherheit in Verbindung mit menschlichem Verhalten und Ergonomie.

16:30 Uhr: Praxisvortrag: LoTo: Gefährliche Energien sicher beherrschen mehr
Unfälle an Maschinen und Anlagen geschehen oft, weil die Energiezufuhr nicht richtig abgeschaltet war. Aus diesem Grund fordern die US-amerikanische Bundesrichtlinie 29 CFR 1910.147 und die europäischen Arbeitsplatzrichtlinien, dass Maschinen und sonstige Arbeitsausrüstung von der Energiezufuhr getrennt werden und so gesichert sind, dass ein versehentliches Wiedereinschalten ausgeschlossen ist. Lock Out Tag Out (Wiedereinschaltsperre/Kennzeichnung, LOTO)-Programme beschreiben die Sicherheitsmaßnahmen (z.B. Verriegelungen) beim Umgang mit gefährlichen Energiequellen wie Elektrik, Pneumatik oder Hydraulik.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Anforderungen und Anwendungen des Lockout Tagout-Verfahrens
  • rechtliche Anforderungen
  • Praxisbeispiele und Umsetzungsszenarien 
Referent: Andreas Schott | Pilz GmbH & Co. KG

Andreas Schott, geboren 1972 in Bad Urach, absolvierte eine Ausbildung zum Elektroniker bei der ElringKlinger AG in Dettingen/Erms, bei der er anschließend drei Jahre arbeitete. 1998 schloss er seine Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik ab. Anschließend sammelte er Erfahrung im Bereich Energie und Steuerungstechnik bei Auslandspraktika in den USA und in Ostafrika. 1999 begann er bei der Manz AG in Altenburg als Programmierer für Robotics im Sondermaschinenbau. 2002 wechselte er in den Customer Support von Pilz. Seit 2008 leitet Andreas Schott die Pilz Academy. Diese bietet weltweit Maschinensicherheits-Schulungen unter anderem zu den Themen „Sichere Konstruktion von Maschinen und Anlagen“, „Robotics“ sowie „Normen und Richtlinien“ an.

Praxisforum 4: Mensch-Roboter

15:40 Uhr

Praxisforum 4: Sichere Mensch-Roboter-Kollaboration
15:40 Uhr: Eröffnungsvortrag: Sicherheits-Anforderungen an kollaborierende Roboter nach TS 15066 mehr
Relevante Normen und Richtlinien (DIN EN ISO 10218, DIN EN ISO 13849, TS 15066)
Unterschiedliche Formen der Mensch-Roboter Kollaboration
  • Handgführte Roboter
  • Trennug der Arbeitrräume durch BWS
  • Kaft- Leistungsbegrenzung
Praxisbeispiele


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Normenumfeld zur Mensch-Roboter Kollaboration
  • Arten der Mensch-Roboter Kollaboration
  • Sichere Kollaboration durch Handgeführte Roboter und auf Basis von Leistungs und Kraftbegrenzung
Referent: Dr.-Ing. Peter Heiligensetzer | MRK-Systeme GmbH

Ausbildung/Studium
1991 – 1997 Studium Maschinenbau an der TU München
1999 – 2003 externe Promotion am KIT (IPR)
Beruflicher Werdegang
1997 – 2003 KUKA Roboter GmbH - Entwicklung
Derzeitige Tätigkeit:
seit 2004: Geschäftsführender Gesellschafter MRK-Systeme GmbH

16:10 Uhr: Impulsvortrag: NN
Referent: N. N.
16:30 Uhr: NN
Referent: N. N.
17:00 Uhr
Kommunikations- und Kaffeepause
17:30 Uhr
Abschluss-Keynote: NN
Referent: N. N.
18:00 Uhr
Veranstaltungsende

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