Programm 2017

Die Agenda zum Anwendertreff Maschinensicherheit 2018 am 26. September 2018 in Würzburg wird gerade erstellt. Sollten Sie Interesse haben ein Vortragsthema einzureichen, nehmen Sie gerne mit uns Kontakt  auf.

Werfen Sie auch gerne einen Blick auf das Vortragsprogramm des Anwendertreff Maschinensicherheit 2017:

Mittwoch, 27. September 2017

09:00 Uhr
Registrierung der Teilnehmer und Eröffnung der Ausstellung
10:00 Uhr
Begrüßung der Teilnehmer
Referent: Florian Fischer | Vogel Business Media GmbH & Co. KG
Referent: Ute Drescher | Vogel Business Media GmbH & Co. KG
10:05 Uhr
Keynote: "Mensch und Maschine - Wirtschaftsschutz im Zeitalter der Digitalisierung aus Sicht des Bundesverfassungsschutzes" mehr
Die Keynote soll die Zuhörerschaft auf das Thema "Wirtschaftsschutz" einstimmen und für die Gefahren der Digitalisierung aus dem Cyberraum aber auch für die Gefahren für Unternehmen durch Wirtschaftsspionage und Wirtschaftssabotage sensibilisieren.

Der "Faktor Mensch" ist hierbei ein ganz zentraler Aspekt.

Zur Verdeutlichung werden zahlreiche aktuelle Fallbeispiele der Cyberspionage/-sabotage dargestellt sowie Gefährdungsszenarien aus der realen Welt angesprochen.
Zudem stellt das BfV die Arbeit des proaktiven, präventiven Wirtschaftsschutzes dar und lädt zum Dialog ein.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Digitale Sicherheit - Die "Sicherheitslücke Mensch"
  • Aktuelle Fälle von Cyberspionage und Cybersabotage sowie übrige Gefährdungsszenarien
  • Wirtschaftsschutz - Prävention durch Dialog und Information
Referent: Sven Engelmann | Bundesamt für Verfassungsschutz

Sven Engelmann ist Mitarbeiter des Bundesamts für Verfassungschutz. Im Bereich des präventiven Wirtschaftsschutzes ist er als Vortragsreferent tätig.

10:45 Uhr
Die sicherheitstechnischen Herausforderungen
der Industrie 4.0 mehr
Zunächst wird ein kurzer Überblick über die Paradigmen, Basistechnologien und Modelle im Kontext von Industrie 4.0 gegeben. Danach werden sicherheitstechnische Begriffe in Bezug auf die Aspekte Security und Safety kurz erläutert. Anhand eines realen Beispieles einer sehr schlecht abgesicherten Werkzeugmaschine wird die These diskutiert, dass sich mangelhafte netzwerktechnische Angriffssicherheit mit hoher Wahrscheinlichkeit negativ auf die Funktionale Sicherheit heutiger Maschinen und Anlagen auswirkt. Welche Herausforderungen ergeben sich damit für die Industrie 4.0 und wie könnten diese angegangen werden?

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Kurzüberblick Industrie 4.0: Paradigmen, Basistechnologien und Modelle
  • These: Mangelhafte Angriffssicherheit kompromittiert die Funktionale Sicherheit von Maschinen / Anlagen
  • Beispiel: Illustration obiger These anhand einer realen und sehr schlecht abgesicherten Werkzeugmaschine 
Referent: Björn Kasper | Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Mitglied VDE SUF

- 1999 – 2005 Studium Maschinenbau mit den Schwerpunkten Mechatronik & Automatisierungstechnik an der TU Bergakademie Freiberg
- 2005 – 2009 Tätigkeit als Projektingenieur im Bereich Werkzeug- und Produktionsmaschinen bei der Siemens AG in Chemnitz
- 2009 – 2013 Dozententätigkeit als Fachtrainer für Werkzeugmaschinensteuerungen und digitalen Antriebssystemen bei der Siemens AG in Chemnitz
- ab 2013 Beschäftigung als Wissenschaftlicher Mitarbeiter mit den Schwerpunkten Elektrosicherheit & Funktionale Sicherheit bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Dresden

11:15 Uhr
Spotlight-Session
11:50 Uhr
Kommunikations- und Kaffeepause

Praxisforum 1: Normen & Trends

12:20 Uhr

Praxisforum 1:
Normen & Trends – Die Rolle der Security für die funktionale Sicherheit
12:20 Uhr: Eröffnungsvortrag: IT-Security schon in der Risikoanalyse berücksichtigen
Referent: Bernard Mysliwiec | Normengremium Merging IEC 62061 und ISO 13849-1

Bernard Mysliwiec ist seit über 40 Jahren in der Automatisierungstechnik tätig, dabei über 20 Jahren in der Funktionalen Sicherheit (Fertigungs- und Prozessindustrie) und seit vielen Jahren in Normungsgremien aktiv

12:50 Uhr: Impulsvortrag: Sicherheit trotz Industrie 4.0: Safety, Security und Verfügbarkeit im Maschinenbau
Referent: Thomas Kramer-Wolf | Wieland Electric

Studium der Elektrotechnik an der Universität Stuttgart mit Spezialgebiet "Theoretische Nachrichtentechnik"; Von 1992 bis 2001 bei großen Automobilzulieferern tätig in der Applikation und dem Vertrieb für Europa und Asien; Von 2001 bis 2007 Technischer Sprecher des SafetyBUS p Club International e.V.; Von 2007 bis 2014 Fachreferent Normen in der Pilz GmbH & Co. KG.; Seit 2014 Fachreferent Safety/Maschinenbau bei Wieland Electric GmbH

13:10 Uhr: Safety Praxis im Security-Umfeld einer digitalisierten Fertigung mehr
Security beschäftigt uns in allen Bereichen und wird daher auch in Bezug auf Safety diskutiert.
Es ist allerdings notwendig die Security als neue Domäne zu verstehen und zu erkennen, dass bekannte Konzepte oft nicht übernommen werden können.
Der Vortrag soll praktische Lösungen zu diesem Spannungsfeld aufzeigen, sowie die Unschärfe von Safety im Rahmen von Industrie 4.0 verdeutlichen.

Referent: Holger Laible | Siemens AG

Studium der Elektrotechnik an der FH München; 16 Jahre Erfahrung zum Thema Typprüfung, Zulassung, Technischer Regulierung; 10 Jahre Erfahrung in der Normung; 8 Jahre Tätigkeit bei Third Parties (TÜV, UL) ; seit 9 Jahren bei Siemens AG und seit dieser Zeit mit funktionaler Sicherheit beschäftigt

Praxisforum 2: Verkettung von Maschinen

12:20 Uhr

Praxisforum 2:
Verkettung von Maschinen und Anlagen
12:20 Uhr: Eröffnungsvortrag: Verkettung von Maschinen und Anlagen im Zeitalter von Industrie 4.0 mehr
Das lernen die Teilnehmer im  Vortrag:

  • Industrie 4.0 - Referenzarchitektur und Implementierungen - Stand der Technik 2017
  • I4.0 = Vernetzung => Verkettung von Industrie 4.0 Komponenten und Maschinen
  • Nutzung der I4.0 Konzepte der intelligenten Vernetzung im Brown Field
Referent: Dr. Detlev Richter | TÜV SÜD Product Service GmbH

Dr.-Ing. Detlev Richter ist als Vice President für Test- und Zertifizierungsdienstleistungen von Industrie- und Energieprodukten bei der TÜV SÜD Product Service Division verantwortlich. Dr. Richter hat Elektrotechnik studiert und an der TUM in Elektrotechnik promoviert. Er war 18 Jahre in der Elektro- und Elektronikindustrie in Produktion, Produktentwicklung und Produktinnovation in leitenden Funktionen tätig. 2010 wechselte Dr. Richter zum TÜV SÜD mit dem Schwerpunkt funktionale Sicherheit für Antriebskomponenten in der Automobilindustrie. Seit 2014 verantwortet er global alle Testdienstleistungen für Industrie- und Energieprodukte und Maschinen. Ein Innovationsschwerpunkt liegt auf dem Gebiet von intelligent vernetzten Industriekomponenten für Industrie 4.0 Anwendungen.

12:50 Uhr: Impulsvortrag: Hersteller und Betreiberpflichten bei Betrieb und Umbau von verketteten Altanlagen, Betriebssicherheitsverordnung, Gefährdungsbeurteilung, wesentliche Veränderungen von Maschinen und Anlagen
Referent: Martin Schestak | SickVertriebs-GmbH

Martin Schestak, Jahrgang 1967, ist seit 2002 in dem Bereich Maschinensicherheit tätig. Als Functional Safety Engineer (TÜV Rheinland) arbeitet er an Lösungen und deren Umsetzungen rund um das Gebiet der Anlagen und Maschinensicherheit. Er ist Experte für Funktionale Sicherheit und Risikobeurteilungen nach EN ISO 12100. Seit 2012 ist er bei der SICK Vertriebs- GmbH als Consultant und Applikation Specialist Safety Solutions tätig. Erstellung von Sicherheitskonzepten, Risikobeurteilungen, Anlagenbegehungen sowie Durchführungen von Schulungen, Workshops und Seminaren gehören zu seinem Hauptaufgabengebiet.

13:10 Uhr: Verkettung von Maschinen in 6 Schritten mehr
Anhand eines realen Beispiels soll die Zusammenführung von Einzelmaschinen, oder Teilmaschinen zu einer Anlage oder einem System gezeigt werden.  Die Nutzung der DIN EN ISO 11161 integrierte Fertigungssysteme hilft Ihnen, die entsprechenden Systeme/Anlagen zu betrachten und alle notwendigen Maßnahmen zu treffen, um alle notwendigen Dokumente zusammenzustellen die benötigt werden um die Konformitätsbewertung umzusetzen.
Aufbauend auf dem Vortrag aus dem letzten Jahr, greife ich die 6 Schritte wieder auf und erklären basierend auf einem realen Beispieles, wie sie die Gefahrensituationen an den Schnittstellen zwischen den einzelnen Maschinen in integrierte Fertigungssystemen bewerten, die Risiken für den Anwender durch Schutzmaßnahmen mindern, dies am Ende prüfen; besser validieren.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Ziel ist es den Prozess der Risikobeurteilung zu nutzen, um verkettete Anlagen/Maschinen bewerten zu können.
  • Die notwendigen Dokumente zusammenzustellen, welche benötigt werden, um eine Konformitätsbewertung umzusetzen.
  • Die Vorgaben aus der Maschinenrichtlinie in solchen Fällen umzusetzen.

Referent: Michael Flesch | Hans Turck GmbH & Co. KG

Ich bin staatlich gepr. Techniker und Meister im Elektrotechniker Handwerk. Seit meiner Ausbildung habe ich mit Maschinen zu tun und arbeite seit über 15 Jahren im Bereich der Machinensicherheit. Seit 2009 bin ich durch den TÜV Rheinland zertifiziert, als FS Engineer (2071/09) für die Maschinensicherheit. In den vergangenen Jahren habe ich meine Erfahrung im Aufbau sicherer Maschinen bei diversen Kunden einbringen können.

13:40 Uhr
Mittagspause
14:40 Uhr
Keynote: Vom Sinn und Unsinn der Normen mehr
Wunderliche Begrifflichkeiten, Widersprüche, schockierende Praxisferne und echten Unsinn - all das gibt es auch in der Normung, sogar in der Sicherheitsnormung. Übersetzungen treiben mitunter groteske Blüten. Normen sind außerdem stark geprägt von der Interessenlage derer, die sie mitgestalten: Gremien namhafter Laien und Großunternehmen, die es sich leisten können, einen Markt "hintenherum" zu kaufen. Der nicht 100% ernstgemeinte Beitrag zeigt auf hoffentlich unterhaltsame, wenn nicht gar amüsante Weise die Grenzen und Grenzüberschreitungen in der Normung auf. Außerdem werden Empfehlungen zu einem ausgeglichen(er)en Umgang mit Normenforderungen gegeben ("Übertreibt es nicht mit der Angst vor der Haftung, denkt lieber selber Mal.").


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Normen sind alles andere als vollkommen (Widersprüche und echter Unsinn inklusive)
  • Normen sind trotzdem entscheidend für erfolgreiche Zusammenarbeit im Markt und den Wettbewerb
  • Wir sollten Normen ausgeglichen sehen, d. h. weder ignorieren noch normengläubig werden

Referent: Matthias Schulz | HiQ text Gesellschaft für technische Übersetzungen und Dokumentation mbH

Matthias Schulz, 1962, seit 1993 aktiv in der Beratung und Schulung zur Maschinensicherheit tätig, langjährig Mitglied des Beirats für Normen der tekom Gesellschaft für technische Kommunikation e. V., Stuttgart, Hausreferent beim VDI Stuttgart für viele Themen rund um die CE-Kennzeichnung, selbsternannter Experte für Risikobeurteilung mit über 20 Jahren leidvoller Erfahrung. Aktuell Geschäftsführer des Dienstleistungsunternehmens HiQ text GmbH, einer Agentur für technische Übersetzungen und Textqualität, außerdem Leiter des Geschäftsbereichs Axelent ProfiServices bei der Axelent GmbH, Stuttgart.

Praxisforum 3: Gestaltung von Maschinen

15:10 Uhr

Praxisforum 3:
Sichere konstruktive Gestaltung von Maschinen und Anlagen, Manipulationsschutz bei Wartung und Instandhaltung
15:10 Uhr: Eröffnungsvortrag: Sicherheit von Werkstückspannvorrichtungen - Hersteller und Betreiber in der Pflicht mehr
Das Spannen von Werkstücken ist eine Schlüsseltechnologie für die zerspanende Bearbeitung. Automatisch ausgeführt kann dabei eine hohe technologische Zuverlässigkeit erreicht werden. Die konstruktive Sicherheit ist in Produktnormen genau definiert und hat sich über lange Zeit bewährt. Sobald aber manuelle Operationen hinzukommen, ergeben sich immer wieder schwere Unfälle durch freigesetzte Werkstücke, wie aktuelle Unfalluntersuchungen für die Technologien Drehen, Fräsen und Schleifen zeigen. Dabei dreht sich alles um die Frage, wie die Drei-Stufen-Methode der Risikoreduktion nach ISO 12100 (1. Inhärente Sicherheit, 2. Konstruktive Sicherheitsmaßnahmen, 3. Instruktion/ Training) bis in das jeweilige betriebliche Umfeld durchgehalten werden kann. Brisant ist die Situation, wenn Werkstückspannvorrichtungen an der Werkzeugmaschine erstmalig angebracht bzw. gewechselt werden; besonders bei komplizierten Werkstücken, wie sie bei Fräsbearbeitungszentren mit Drehbearbeitung vorkommen.      
Wenn Werkstückspannvorrichtungen, die an Maschinen verwendet werden, keine Maschinen,  keine unvollständigen Maschinen oder auswechselbaren Ausrüstungen im Sinne der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG sind, könnte der Gedanke aufkommen, dass solche Werkstückspannvorrichtungen keinerlei Sicherheits- und Gesundheitsschutz-anforderungen genügen müssen. Das ist jedoch nicht der Fall.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Werkstückspannvorrichtungen sind sehr wichtig für die Sicherheit einer Werkzeugmaschine, die Verantwortlichkeiten von Zulieferer, Maschinenkonstrukteur und Betreiber müssen genau geklärt werden, um die Bediener zu schützen.
Referent: Heinrich Mödden | VDW - Verein Dt. Werkzeugmaschinen e.V.

Herr Dipl.-Ing. Heinrich Mödden, geboren am 13. August 1961 in Papenburg, ist seit dem 15. April 1996 als Maschinenbauingenieur in der Abteilung Technik und Forschung tätig; er ist für die strategische Ausrichtung der für Werkzeugmaschinen relevanten Normungsthemen auf nationaler und internationaler Ebene verantwortlich. Ausgehend von einer vorherigen Tätigkeit in der Luftfahrt-technischen Normung arbeitete Herr Mödden sich schnell in die Problemstellung insgesamt und speziell in die notwendige Bündelung von Industrieinteressen und deren Vertretung gegenüber den Normungsgremien ein. Insbesondere bei den Produkt-Sicherheitsnormen (Typ C). Seit 2004 ist ein Schwerpunkt seiner Arbeit die Projektleitung zum Thema Funktionale Sicherheit. Seit 2013 werden obige Themen in dem Arbeitskreis „Sicherheitstechnik“ des VDW gebündelt, dessen Sekretär Herr Mödden ist.

15:40 Uhr: Impulsvortrag: Neue Wege der sicheren Betriebsartenwahl mehr
Ein Betriebsartenwahlschalter ist an fast allen Maschinen vorhanden. An den meisten Maschinen wird ein Schlüsselschalter eingesetzt. In Zukunft wird vermehrt gefordert, dass die Betriebsartenwahl sicherheitstechnisch bewertet wird. Dies wird derzeit bereits in mehreren maschinenspezifischen Normen (C-Normen), wie der Drehmaschinennorm oder auch der Schleifmaschinenorm, unabdingbar. Der Vortrag zeigt zum einen, wie die sicherheitstechnische Beurteilung durchgeführt werden muss und zum anderen werden neue Wege aufgezeigt, die es sogar erlauben, die Betriebsartenwahl mit einem PL e an einem Touchpanel auszuführen.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Warum ist die Betriebsartenwahl eine Sicherheitsfunktion?
  • Die sicherheitstechnische Beurteilung der Betriebsartenwahl
  • Lösungen für Maschinenbauer und Betreiber
Referent: Vladimir Dragosavic  | EUCHNER GmbH + Co. KG

Nach seinem Studium der Industrieelektronik startet Vladimir Dragosavic seine Karriere in der Forschungsabteilung eines amerikanischen Maschinenherstellers. Zu seinem Aufgabengebiet gehörten Effizienzuntersuchungen von Antriebsmotoren. Das Thema Maschinensicherheit rückte zusehends in den Fokus. Anschließend wechselte er 1987 als Verkaufsingenieur zur Firma Euchner und entwickelte sich dort zum Geschäftsführer für Euchner Benelux weiter. Seit 2013 ist Vladimir Dragosavic internationaler Schulungsleiter im Hause Euchner und verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung im Bereich Maschinensicherheit. Er ist zudem Mitglied in verschiedenen Normengremien und spezialisiert auf Maschinensicherheit in Verbindung mit menschlichem Verhalten und Ergonomie.

16:10 Uhr: Praxisvortrag: Pneumatische Spannvorrichtungen sicher gestalten mehr
Erleben Sie Praxisbeispiele von SMC zur Erfüllung der ISO 13849 für die Sicherheitsfunktionen Safe Torque Off (STO) und Safe Stopping and Closing (SSC). Wie zahlreiche weitere Normen wurde auch die ISO 13849 mit Inkrafttreten der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG harmonisiert. Sie beschreibt die Gestaltung und Integration sicherheitsbezogener Teile einer Steuerung (SRP/CS), ungeachtet der verwendeten Technologie: elektrisch, hydraulisch, pneumatisch oder mechanisch. Dies beeinflusst auch die Anforderungen an die Pneumatik. Erfahren Sie – unter Berücksichtigung des aktuellen VDMA Einheitsblatts 24584 – welche geeigneten Maßnahmen SMC für Safe Torque Off (STO) und Safe Stopping and Closing (SSC) bietet.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Pneumatische Steuerungen nach ISO 13849 für Safe Torque Off (STO) und Safe Stopping and Closing (SSC)
  • Geeignete Bauteilauswahl für die Ausführung einer Sicherheitsfunktion
  • Praxisbeispiele für Maschinenbauer
Referent: Michael Losert  | SMC Deutschland GmbH

Michael Losert, Jahrgang 1969; verfügt über langjährige Erfahrung in der Installation und Wartung von pneumatischen Torantrieben und hydraulischen Hebevorrichtungen. Nach der Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung allgemeiner Maschinenbau sowie zum technischen Betriebswirt ist er seit 1995 bei der Firma SMC Deutschland GmbH beschäftigt und als Coordinator des SMC Industrial Application Centers tätig. Als Experte für funktionale Sicherheit (CMSE®) ist Michael Losert dort hauptsächlich für Schulungen rund um das Thema Maschinensicherheit verantwortlich.

Referent: Nejdet Öztürk  | SMC Deutschland GmbH

Nejdet Öztürk, Jahrgang 1987; Studium des Maschinenbaus an der Frankfurt University of Applied Sciences. Er arbeitet seit 2015 als Engineer Machinery Safety bei SMC Deutschland. Zu seinen Tätigkeiten gehört die Unterstützung von Maschinenherstellern bei der Auswahl geeigneter Produkte für sichere Maschinen. Nejdet Öztürk ist Experte für funktionale Sicherheit (CMSE®) und ist im VDMA-Normungsgremium aktiv.

16:40 Uhr: Praxisvortrag: LoTo: Gefährliche Energien sicher beherrschen mehr
Unfälle an Maschinen und Anlagen geschehen oft, weil die Energiezufuhr nicht richtig abgeschaltet war. Aus diesem Grund fordern die US-amerikanische Bundesrichtlinie 29 CFR 1910.147 und die europäischen Arbeitsplatzrichtlinien, dass Maschinen und sonstige Arbeitsausrüstung von der Energiezufuhr getrennt werden und so gesichert sind, dass ein versehentliches Wiedereinschalten ausgeschlossen ist. Lock Out Tag Out (Wiedereinschaltsperre/Kennzeichnung, LOTO)-Programme beschreiben die Sicherheitsmaßnahmen (z.B. Verriegelungen) beim Umgang mit gefährlichen Energiequellen wie Elektrik, Pneumatik oder Hydraulik.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Anforderungen und Anwendungen des Lockout Tagout-Verfahrens
  • rechtliche Anforderungen
  • Praxisbeispiele und Umsetzungsszenarien 
Referent: Andreas Schott | Pilz GmbH & Co. KG

Andreas Schott, geboren 1972 in Bad Urach, absolvierte eine Ausbildung zum Elektroniker bei der ElringKlinger AG in Dettingen/Erms, bei der er anschließend drei Jahre arbeitete. 1998 schloss er seine Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik ab. Anschließend sammelte er Erfahrung im Bereich Energie und Steuerungstechnik bei Auslandspraktika in den USA und in Ostafrika. 1999 begann er bei der Manz AG in Altenburg als Programmierer für Robotics im Sondermaschinenbau. 2002 wechselte er in den Customer Support von Pilz. Seit 2008 leitet Andreas Schott die Pilz Academy. Diese bietet weltweit Maschinensicherheits-Schulungen unter anderem zu den Themen „Sichere Konstruktion von Maschinen und Anlagen“, „Robotics“ sowie „Normen und Richtlinien“ an.

Praxisforum 4: Mensch-Roboter

15:10 Uhr

Praxisforum 4:
Sichere Mensch-Roboter-Kollaboration
15:10 Uhr: Eröffnungsvortrag: Sicherheits-Anforderungen an kollaborierende Roboter nach TS 15066 mehr
Relevante Normen und Richtlinien (DIN EN ISO 10218, DIN EN ISO 13849, TS 15066)
Unterschiedliche Formen der Mensch-Roboter Kollaboration
  • Handgführte Roboter
  • Trennug der Arbeitrräume durch BWS
  • Kaft- Leistungsbegrenzung
Praxisbeispiele


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Normenumfeld zur Mensch-Roboter Kollaboration
  • Arten der Mensch-Roboter Kollaboration
  • Sichere Kollaboration durch Handgeführte Roboter und auf Basis von Leistungs und Kraftbegrenzung
Referent: Dr.-Ing. Peter Heiligensetzer | MRK-Systeme GmbH

Ausbildung/Studium
1991 – 1997 Studium Maschinenbau an der TU München
1999 – 2003 externe Promotion am KIT (IPR)
Beruflicher Werdegang
1997 – 2003 KUKA Roboter GmbH - Entwicklung
Derzeitige Tätigkeit:
seit 2004: Geschäftsführender Gesellschafter MRK-Systeme GmbH

15:50 Uhr: Impulsvortrag: Dynamisches Sicherheitskonzept für eine sichere Mensch-Roboter-Kooperation mehr
Das Thema Mensch-Roboter-Kooperation (MRK) ist derzeit nicht umsonst in aller Munde, denn die wachsende Komplexität von Produktionsprozessen und die Notwendigkeit zur Flexibilisierung machen neue Produktionsstrategien auch im Bereich der Großrobotik notwendig. Im Mittelpunkt dabei stehen nach wie vor wirtschaftliche Ziele (Verfügbarkeit, Qualität, Kostenreduktion), aber auch Ziele der Akzeptanz und Sicherheit des Werkers. Damit aber MRK-Systeme in der Praxis wirklich Anwendung finden, müssen die Zulassungsvoraussetzungen solcher Systeme erfüllt werden. Die oberste Priorität hierbei ist immer die Unversehrtheit des Werkers.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Grundlagen Mensch-Roboter-Kooperation
  • Vorteile dynamischer Schutzkonzepte
  • Der Weg zu einer zugelassenen Schwerlastanwendung
Referent: Sebastian Krusche | Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU

Studium der Elektrotechnik an der TU Chemnitz mit den Schwerpunkten Automatisierungs- und Regelungstechnik; Seit 2015 am Fraunhofer IWU in Chemnitz im Bereich Robotik tätig; Besitzt langjährige Erfahrung in der Programmierung von Industrierobotern; Aktuelle Forschungsschwerpunkte sind die Mensch-Roboter-Kooperation speziell Bildverabeitung, Prozess- und Roboterregelung;

16:30 Uhr: Praxisvortrag: Mensch-Roboter-Kollaboration in der Praxis: vom "sicheren" Produkt zu Safety und Security in der Applikation mehr
Stürmisch erobern kollaborative Roboter als Teil der stattfindenen Digitalisierung unsere Arbeitswelt und langsam folgt unser Wissen über Sicherheit diesem Trend. Entsprechend schnell wachsen die Lücken in unserer vermeintlich sicheren heilen Arbeitswelt.
Erkennen Sie die Möglichkeiten von Produkten, ihre zugesicherten Eigenschaften, aber auch ihre Schwachstellen, um sie rechtzeitig zu beseitigen und im Sinne eines integrierten Sicherheitskonzepts ein rundum sicheres Arbeitssystem zu schaffen - so wie es der Gesetzgeber und Ihre ArbeitnehmerInnen erwarten.

Denn Sicherheit ist der kritische Faktor zum Erfolg der Mensch-Maschine-Kollaboration!
... und damit zu Ihrem Erfolg!

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Für "Sicherheit" braucht es mehr als nur 10 Buchstaben
  • Was Normen nicht abdecken und Hersteller "verschweigen" - gefährlicher Mut zur Lücke?
  • Anwendung
Referent: Andreas Oberweger | TÜV AUSTRIA HOLDING AG

Ing. Andreas Oberweger, Jahrgang 1966, spezialisiert auf Maschinensicherheit nach europäischem und österreichischem Recht. Daneben Ausbildungen als Sicherheitsfachkraft und Risikomanager. Als Spezialist vertritt Andreas Oberweger TÜV AUSTRIA in verschiedenen europäischen Koordinationsgremien und gehört der Kerngruppe im Innovationsteam zur Entwicklung von Industrie 4.0 Dienstleistungen an. Seine Kernaufgaben sind die Betreuung von Herstellern und Betreibern von Maschinen in Hinblick auf die sichere Konstruktion und die – in jeder Hinsicht – sichere Verwendung von Arbeitsmitteln.

17:10 Uhr
Kommunikations- und Kaffeepause
17:40 Uhr
Abschluss-Keynote: Blick über den Tellerrand: CE-Kennzeichnung von Niederspannungsprodukten mehr
Elektrisch betriebene Produkte, die im EU-Markt in Verkehr gebracht oder in Betrieb genommen werden, müssen ein CE-Kennzeichnungsverfahren durchlaufen. Die gesetzliche Grundlage hierfür bildet die Niederspannungsrichtlinie.
Die Niederspannungsrichtlinie 2006/95/EG wurde überarbeitet.
In der neuen Richtlinie mit der Nummerierung 2014/35/EU  sind grundlegende Änderungen durchgeführt worden. Die neue Richtlinie enthält neue umfassende  rechtliche Verpflichtungen für Hersteller, Bevollmächtigte, Einführer und Händler.

Um die CE-Kennzeichnung auf einem elektrisch betriebenen Produkt anbringen zu dürfen, muss der Hersteller (Inverkehrbringer) verschiedene Schritte/Aufgaben durchführen. Er muss eine Richtlinien- und Normenrecherche durchführen, eine Risikoanalyse, Technische Dokumentation und eine Konformitätserklärung erstellen und den CE-Kennzeichnungs-Aufdruck auf dem Produkt aufbringen.

Wie werden diese Schritte/Aufgaben konkret ausgeführt, so dass die notwendigen  Pflichten erfüllt sind aber keine überflüssigen Arbeiten durchgeführt werden? Dies ist der zentrale Leitfaden dieses Vortrags.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • RoHS, EMV & Co. - Einstufung von Niederspannungsprodukten
  • Risikoanalysen nach CENELEC-Leitfaden für Niederspannungsprodukte
  • Rechtssichere Dokumentation für Niederspannungsprodukte
Referent: Roman Preis | SAFETYTEAMS Maschinensicherheit Ingenieurbüro Preis

Dipl.-Gwl., Dipl.-Ing. (FH) Roman Preis ist seit etwa 20 Jahren im Bereich der Produktsicherheit und Technischen Dokumentation tätig. Sein Schwerpunkt sind Praktiker-Seminare zur CE-Kennzeichnung für verschiedene Bildungsträger. Durch die Leitung einer Vielzahl von Konformitätsverfahren und durch ständige Beratung von Firmen bezüglich der aktuellen EU-Richtlinien und Normen steht in seinen Vorträgen der praktische Bezug im Vordergrund.

18:10 Uhr
Veranstaltungsende

Partner 2017

Aussteller 2017