Programm 2017

Mittwoch, 25. September 2019

09:00 Uhr
Registrierung der Teilnehmer
09:30 Uhr
Begrüßung durch den Veranstalter
Referent: Ute Drescher | konstruktionspraxis,
Vogel Communications Group GmbH & Co. KG
09:35 Uhr
Keynote:
Künstliche Intelligenz auch in sicherheitskritischen Umgebungen
Referent: Daniel Schneider | Fraunhofer IESE
10:20 Uhr
Betreiber-Keynote:
Arbeitssicherheit (HSE, FaSi) aus Sicht eines Anwenders
Referent: Stefan Zander | REHAU AG + Co
10:50 Uhr
Spotlight Session
11:05 Uhr
Kaffeepause

Praxisforum 1: Normen und Standards

11:35 Uhr

Praxisforum 1:
Normen und Standards - Änderungen bei der DIN EN 60204-1
11:35 Uhr: Einführungsvortrag: NN
Referent: N. N.
11:55 Uhr: 60204-1 (Euorpäische Norm für die Ausrüstung von elektrischen Maschinen) - die Änderungen in der Praxis
Referent: Michael Flesch | Hans Turck GmbH & Co. KG

Seit meiner Ausbildung habe ich mit Maschinen zu tun und arbeite seit über 15 Jahren im Bereich der Machinensicherheit. Im Jahr 2009 bin ich durch den TÜV Rheinland zertifizierter FS Engineer (2071/09) für die Maschinensicherheit. In den vergangenen Jahren habe ich bei unzähligen Maschinen, bei diversen Kunden, mein Wissen um die Maschinensicherheit einbringen können.

12:25 Uhr: Aktueller Stand der in Arbeit befindlichen ersten Norm für sichere Geber (IEC61800-5-3) mehr
Antworten auf die folgenden Fragen bezüglich der kommenden Norm IEC 61800-5-3:
Warum wird diese Norm erstellt?
Welchen Status haben die Arbeiten an dieser Norm?
Welche wichtige Anforderungen an die Geber wird sie enthalten?
Welche Auswirkungen werden nach der Veröffentlichung und ggfls. Harmonisierung unter der MRL erwartet?

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Was wird diese Norm für den Hersteller und den Anwender von Gebern für Sicherheitsapplikationen bedeuten.
Referent: Ulrich Hahn | Siemens AG

Dipl.Ing. Elektrotechnik (Univ.)

- Hardware- und Systementwicklung in mehreren Firmen

- Seit 1999 Mitarbeiter der Siemens AG

- Seit 2001 als Functional Safety Manager und Systemarchitekt zuständig für die Funktionale Sicherheit in den Antriebs- und Steuerungsprodukten der Siemens Geschäftseinheit (Digital Industries) Motion Control

- Von 2004 bis 2015 Mitarbeit im nationalen und internationalen Gremium für die Erstellung der Norm IEC 61800-5-2 (1. und 2. Edition)

- Seit 2016 Mitarbeit im nationalen und internationalen Gremium für die Erstellung der Norm IEC 61800-5-3

Praxisforum 2: Verkettung v. Maschinen

11:35 Uhr

Praxisforum 2:
Verkettung von Maschinen - Modulare Maschinen und Security
11:35 Uhr: Einführungsvortrag: Smarte Safety-Konzepte für den modularen Maschinenbau
Referent: Pascal Staub-Lang | TÜV Süd Industrie Service GmbH

2005-2008: Kooperatives Studium bei Evonik New Energies GmbH - Duale Ausbildung zum Elektroingenieur am Standort Kraftwerk Weiher

2008-2010:Kooperatives Studium bei SGS-TÜV Saarland GmbH - Duale Ausbildung zum Sachverständigen für Fördertechnik / Maschinensicherheit am Standort Sulzbach / Saar und Stuttgart Anerkennung als ZÜS Sachverständiger für Aufzüge

2011-heute: Sachverständiger bei TÜV SÜD Industrie Service GmbH im Geschäftsfeld Elektro- und Gebäudetechnik als Sachverständiger für Maschinensicherheit - Anerkennung als Functional Safety Expert Level II Anerkennung als ZÜS Sachverständiger sowie bei der benannten Stelle für Aufzüge

2015-heute: Leiter des Kompetenzzentrum Maschinensicherheit bei TÜV SÜD Industrie Service GmbH

2018-heute: Leiter der Abteilung Elektro- & Gebäudetechnik bei TÜV SÜD Industrie Service GmbH

11:55 Uhr: Safety und Security
Referent: Thilo Schmidt | Pilz GmbH & Co. KG
12:25 Uhr: Analoge Signale und funktionale Sicherheit: Was bei der sicherheitsgerichteten Auswertung von analogen Sensoren sowie Transmittern zu beachten ist mehr
In der Maschinensicherheit ist die Verarbeitung von Analogsignalen eher die Ausnahme. Im Beitrag wird dargelegt unter welchen Bedingungen auch mit einer typischen Sicherheitskleinsteuerung analoge Sicherheitssignale in Sicherheitsfunktionen genutzt werden können. Dabei wird auf technologische und normative Beschränkungen eingegangen und gezeigt welche Optionen für Realisierungen der einzelnen Performanz Level praktikabel sind.
Referent: Thomas Kramer-Wolf | Wieland Electric

Herr Kramer-Wolf ist seit nunmehr fast 20 Jahren in der Sicherheitstechnik tätig und seit 30 Jahren in der Automatisierungstechnik unterwegs. Als Elektroingenieur liegen dabei seine Wurzeln in der Software und Kommunikationstechnik .Seit vielen Jahren ist er in der nationalen und internationalen Verbands- und Normenarbeit als Vertreter in zahlreichen Arbeitskreisen zum Thema funktionale Sicherheit unterwegs. Heute leitet er bei Wieland Electric den Bereich Training und Services.

12:55 Uhr
Mittagspause
13:40 Uhr
CE-Kennzeichen - kein Freibrief für das außereuropäische Ausland: Was beim Export in die BRIC-Staaten zu beachten ist mehr
Der Europäische Binnenmarkt ist für den grenzüberschreitenden Warenverkehr eine Insel der Glückseligkeit. Die Marktfähigkeit eines Produktes in einem Mitgliedsstaat ist ohne viel Aufhebens gleich zu setzen mit der Vermarktbarkeit in der gesamten EU.

Diese Konstellation und der seit vielen Jahrzehnten stabil gute Ruf des Made in Germany verleiten allzu leicht dazu, diesen Standpunkt bedenkenlos auch auf den Rest der Welt zu übertragen.

Dem stehen jedoch nationale und regionale technische Regelwerke entgegen, die sich zunehmend zu den Zöllen des 21. Jahrhunderts entwickeln. An Beispiel von Brasilien, Russland, Indien und China werden die wichtigsten Unterschiede in den Anforderungen dargestellt und wie diesen begegnet werden kann.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Unterschiede und Parallelen in den Regelwerken.
  • Anwendbarkeit von ISO- und IEC-Normen
  • Fallstricke im Konstruktionsprozess

Referent: Hermann Wegner | VDMA

Die ersten beruflichen Erfahrungen habe ich in der Serienfertigung der IT-Branche gesammelt und später in der Administration und im IT-Support eines großen standortübergreifendem Firmennetzwerk gesammelt. Darauf folgten verschiedene Stationen mit stetig wachsender Aufgabentiefe in der Qualitätssicherung, sowie dem Qualitäts- und Umweltmanagement. Als weiterer Etappe folgte die Übernahme von wesentlichen Aufgaben zur Gewährleistung der Produktkonformität mit dem europäischen Regelwerk. Zunehmende Schwierigkeiten beim Maschinenexport, insbesondere im Aftersales-Service, waren ursächlich dafür, dass ich mich verstärkt mit außereuropäischen Regelwerken beschäftigt habe. Seit 2014 bin ich im VDMA e. V. tätig als Fachreferent für technische Regelwerke im außereuropäischen Ausland mit dem Spezialgebiet Maschinen- und elektrische Sicherheit.

Praxisforum 3: Antriebstechnik

14:25 Uhr

Praxisforum 3:
Antriebstechnik
14:25 Uhr: Maschinenzulassung in den USA und Kanada mehr
  • Worauf ist bei der Entwicklung und Konstruktion zu achten?
  • Welche Normen und Anforderungen müssen eingehalten werden?
  • Was sind die größten Hürden?
  • Wer haftet?


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • ohne Angst zu exportieren
  • Konstruktionspraxis

Referent: Markus Pflüger | TÜV AUSTRIA Deutschland GmbH

Studium Mechatronik Fachrichtung Mikrosystemtechnik

gelernter Industrieelektroniker für Produktionsanlagen

Technischer Leiter für einen Medizinproduktehersteller

Teamleiter bei der Fa. Intertek im Bereich Maschinensicherheit, Mechanische Sicherheit, elektrische Sicherheit, CB-Verfahren, GS-Prüfungen, Prüfungen für den nordamerikanischen Markt

Abteilungsleiter TÜV SÜD Product Service im Bereich Maschinensicherheit für Europa, USA, Kanada, Südkorea

Geschäftsführer TÜV AUSTRIA Deutschland GmbH

14:45 Uhr: Securitykonzepte für die Safety in der Antriebstechnik
Referent: N. N.
15:15 Uhr: Erweiterung eines Antriebscontrollers mit STO Sicherheitsfunktionen nach SIL3 mehr
An einem konkreten Praxisbeispiel wird der Weg vom Konzept bis zur Zertifizierung bei der Integration ei-ner Sicherheits-funktion (STO) in einen bestehenden Antriebscontroller aufgezeigt.
Um die Wettbewerbsfähigkeit einer vorhandenen Produktfamilie eines führenden Herstellers von Antriebs-regelungssystemen auszubauen, war es erforderlich die bislang extern zugeschaltete Sicherheitsfunktion auf einen bestehenden Antriebcontroller zu integrieren, ohne die kompakte Bauform der Antriebsregler merklich zu beeinflussen. Die Vorteile integrierter Sicherheitsfunktionen gegenüber herkömmlicher Sicher-heitstechnik ist neben der Einsparung externer Komponenten sowie deren Verdrahtung und Wartung vor allem eine schnellere Prozesszeit. Wegen der schnellen elektronischen Schaltzeiten hat die Funktion eine deutlich kürzere Reaktionszeit als die elektromechanischen Komponenten in einer herkömmlichen Lösung.
Der Entwicklungsprozess erforderte die konsequente Einhaltung der EN 61800-5-2/ IEC 61508, und der Dokumentation nach diesen Standards. Die Realisierung der sicheren Abschaltung des Moments erfolgt über die genormte Sicherheitsfunktion STO (nach EN 61800-5-2). Dabei wird die Abschaltung über zwei redundante Eingänge erreicht, die bei Wegfall der Freigabesignale die Motoransteuerung unterbrechen und den angeschlossenen Motor somit momentfrei schaltet. Jeder Kanal kann für sich die Abschaltung des Ausgangssignals vornehmen. Die Ausführung der STO-Funktion ist dominant gegenüber allen anderen Funktionen, d. h. das Auslösen eines STO-Signals genügt, um den Motor momentfrei zu schalten.

Der Vortrag zeigt auf, wie Systemtechnik LEBER die Integration der Sicherheitsfunktion nach SIL3 / Ple, Kat. 3 vom ersten Konzept bis zur Zulassung vollverantwortlich realisiert hat. Die Beurteilung der Funktionalen Sicherheit wurde abschließend mit einer EG-Baumusterprüfbescheinigung durch den TÜV NORD CERT GmbH Essen (Notified Body 0044) bestätigt.
Referent: Martin Bayer | Systemtechnik LEBER GmbH & Co. KG

Entwickler Hardware seit 7 Jahren

Functional Safety Engineer IEC 61508 (TÜV Rheinland, #6961/13)

Functional Safety Engineer ISO 26262 (TÜV Süd, TX 1180004095)

Praxisforum 4: Schutzvorrichtugen

14:25 Uhr

Praxisforum 4:
Inhärent sichere Konstruktion und technische Schutzvorrichtungen
14:25 Uhr: „Inhärent sichere Konstruktion“: Tipps für die inhärente Sicherheit von Anfang an mehr
Die Verantwortlichen müssen den "CE-Prozess" aus dem Blickwinkel des Konstrukteurs denken. Die gesetzlichen "wesentlichen Anforderungen" sind durch das Grundprinzip der Integration der Sicherheit zu erfüllen. Konstruktion muss in gleichem Maße funktions-, wie auch sicherheitsbezogen umgesetzt werden. Dies ist durch das Einhalten bestimmter Grundprinzipien möglich.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Grundlagen, um rechtliche Anforderungen zu erfüllen
  • Tipps, um den "moralischen" Anspruch auf Sicherheit verwirklichen zu können

Referent: Jürgen Bialek | Ingenieurbüro Jürgen Bialek

Studium Maschinenbau (TU "Otto von Guericke" Magdeburg)

Internationaler Schweißfachingenieur

1993 - 2006 Tätigkeit in internationalen Projekten des Maschinen- und Anlagenbaus (Projektmanagement, Techn. Unternehmensführung)

seit 2007 Beratender Ingenieur und Sachverständiger für Maschinensicherheit und Technische Dokumentation

Referent in verschiedenen Fortbildungsprogrammen für Product Compliance

Herausgeber, Autor (u.a. "Praxisratgeber Maschinensicherheit")

14:45 Uhr: Angemessene optische Werkzeugabsicherung für MRK-Roboter mehr
MRK- Mensch und Roboter sollen Hand in Hand auf engstem Raum zusammenarbeiten, so das trotzdem weder die Sicherheit des Menschen gefährdet ist, noch die Produktivität verringert wird. Dabei zeigt sich, dass die heutigen Technologien oftmals nicht in der Lage sind solch komplexe Anforderungen zufriedenstellend zu erfüllen. Hierzu bedarf es Innovationen und alternative Herangehensweisen in zwei Gebieten. Zum einem müssen neue Systemlösungen entwickelt werden, die den oben genannten Herausforderungen gerecht werden. Zum anderen ist die Risikobeurteilung fundamental und es bedarf eines wirklichen iterativen Vorgehens. Ihre Kombination lässt MRK- Applikationen in greifbare Nähe rücken. Auf diesem Resultat baut eine kontextbezogene Sicherheitslösung auf, die in diesem Vortrag vorgestellt wird.
Referent: Erik Mollbach | SICK AG

1998 bis 2003 - Servicetechniker im Bereich Sicherheitstechnik

2003 bis 2007 - Systemspezialist Industrial Safety Management

2007 bis 2009 - Gruppenleiter Service- Außendienst Industrial Safety

2009 bis 2014 - Teamleiter Support Technik Safety Solutions

2014 bis 2018 - Teamleiter Consultant Application Specialist

2018 bis heute - Expert Risk Assessment/ Functional Safety Expert Machinery (Bereich Funktionale Sicherheit/ Entwicklung von Sensorsystemen)

15:15 Uhr:NN
Referent: N. N.
15:45 Uhr
Kaffeepause
16:15 Uhr
Abschluss-Vortrag:
Betreiberpflichten für Alt- und Gebraucht-Maschinen mehr
Ausblick EU MVO 2023 - Handel und Betreiben von Alt,- und Gebrauchtmaschinen - Bemerkenswerte Praxisbeispiele aus dem Maschinenbau - Status Quo: "Maschinen ohne CE"

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Aktueller Überblick
  • Rechts- und Planungssicherheit
Referent: Dipl.-Ing. Alois Hüning | Berufsgenossenschaft Holz und Metall

Studium Maschinenbau Fachrichtung Konstruktionstechnik.

Mehrjährige Industrietätigkeit im Bereich der Entwicklung von Stromversorgungssystemen.

Seit 1987 tätig bei der Maschinenbau- und Metall BG (seit 1.1.2011 Berufsgenossenschaft Holz und Metall) als Aufsichtsperson.

Leiter Kompetenzzentrum Werkzeugmaschinen/Fertigungssysteme.

Mehrjährige Abordnungen ins Bundesministerium für Arbeit und Soziales für die Novellierung und nationalen Umsetzung der neuen EG-Maschinenrichtlinie.

Referent in verschiedenen internen und externen Ausbildungs- und Weiterbildungsveranstaltungen, Autor verschiedener Fachberichte und Co-Autor des Buches „Neue EG- Maschinerichtlinie“.

Mitglied in verschiedenen nationalen und internationalen Normgremien.

17:00 Uhr
Verabschiedung der Teilnehmer
Referent: Ute Drescher | konstruktionspraxis,
Vogel Communications Group GmbH & Co. KG
17:05 Uhr
Ende der Veranstaltung

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