Programm 2017

Mittwoch, 25. September 2019

09:00 Uhr
Registrierung der Teilnehmer
09:30 Uhr
Begrüßung durch den Veranstalter
Referent: Ute Drescher | konstruktionspraxis,
Vogel Communications Group GmbH & Co. KG
09:35 Uhr
Keynote:
Künstliche Intelligenz auch in sicherheitskritischen Umgebungen mehr
Systeme sind zunehmend hoch automatisiert und intelligent. Das wirtschaftliche Potential ist gewaltig, gleichzeitig besteht aber für die einzelnen Unternehmen die Gefahr im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden. Künstliche Intelligenz, und Machine Learning im Besonderen, erweist sich zunehmend als wichtiger Enabler der Automatisierung, wobei die Gewährleistung der Sicherheit von ML-Komponenten eine noch weitgehend ungelöste Herausforderung darstellt. Das Grundproblem ist, dass hier menschenverständliche und analysierbare Spezifikationen fehlen, was die Anwendung etablierter Normen und Methoden zur Absicherung sehr erschwert. Dieser Vortrag detailliert zunächst die Herausforderungen und geht dann auf die beiden (durchaus kombinierbaren) möglichen Lösungswege ein: Die Absicherung des ML Verhaltens selbst und die Realisierung eines „traditionellen“ parallelen Überwachungskanals.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Herausforderungen bei der Absicherung von ML Komponenten
  • Möglichkeiten und Limitierungen bzgl. der "Härtung" des ML-Verhaltens
  • Ansätze zur Schaffung eines parallelen Überwachungskanals

Referent: Daniel Schneider | Fraunhofer IESE

Dr. Daniel Schneider erhielt sein Diplom in Informatik in 2004 von der TU Kaiserslautern und wurde daraufhin Mitarbeiter des Fraunhofer IESE. In seiner Zeit am Institut nahm Herr Schneider verschiedene Rollen an (research scientist, project manager, senior engineer, program manager) und war, entsprechend seiner Rollen, Mitarbeiter und Projektleiter von zahlreichen Forschungs- und Industrieprojekten. Seit Mitte 2014 leitet Herr Schneider die Abteilung Embedded Systems Quality Assurance, welche sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Safety Engineering beschäftigt. Herr Schneider ist Autor von über 50 Publikationen, regelmäßig Vortragender auf Tagungen, Mitglied in verschiedenen Programmkommittees und Beiräten und er ist Tagungsleiter der Safety meets Security Tagung. Seine Promotion fertigte Herr Schneider zum Thema bedingter Safety-Zertifizierung offener adaptiver Systeme an.

10:20 Uhr
Betreiber-Keynote:
Arbeitssicherheit (HSE, FaSi) aus Sicht eines Anwenders mehr
Für Industrie-Unternehmen wird es immer wichtiger, den Anforderungen der Arbeitssicherheit auch und vor allem in der Produktion gerecht zu werden. Im besten Fall geht die Arbeitssicherheit mit der Maschinensicherheit Hand in Hand. Beide haben das Ziel Unfälle zu vermeiden und für eine sichere Arbeitsumgebung zu sorgen. Dass es nicht immer einfach ist, beide Seiten miteinander zu verbinden, liegt auf der Hand. Der Vortrag zeigt auf, welche Herausforderungen die HSE (Health Safety Environment, Arbeitssicherheit) an Betreiber stellt, wie der Betreiber damit umgeht und wie die Zusammenarbeit mit dem Hersteller idealerweise aussieht.

Das erfahren die Teilnehmer im Vortrag:

  • Arbeitssicherheit in der Praxis aus Sicht eines Betreibers
  • CE-Kennzeichen in der Praxis
  • Anforderungen eines Betreibers an Hersteller und Zulieferer

Referent: Stefan Zander | REHAU AG + Co

2016-Heute: Global Director HSE / REHAU AG + Co.

2014-2015: Global Director HSE / MANN+HUMMEL Gruppe

2009-2014: Director HS&E Europe / West Pharmaceutical Services

1989-2009: Unterschiedliche Funktionen / Gillette Deutschland GmbH & Co. oHG

10:50 Uhr
Spotlight Session
11:05 Uhr
Kaffeepause

Praxisforum 1: Normen und Standards

11:35 Uhr

Praxisforum 1:
Normen und Standards
11:35 Uhr: Einführungsvortrag: Normen zur Maschinensicherheit: So behalten Sie den Überblick mehr
Bei über 700 Normen kann einem schon einmal der Überblick verlorengehen. Wie findet man die richtige Norm für das Produkt und das Projekt, ein spezifisches Problem oder Details zu einer Anforderung. Der Beitrag gibt einen Überblick über das Normungsprogramm "Maschinensicherheit", seine Struktur und Hierarchie und zeigt, wie man Normen recherchiert und korrekt anwendet. Die dabei auftretenden gängigen Probleme werden behandelt und Lösungsansätze vorgestellt.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Hierarchie des Normungsprogramms Maschinensicherheit
  • Strategien zur Recherche und Aktualisierung
  • Korrekte Anwendung von Normenforderungen

Referent: Matthias Schulz | HiQ text Gesellschaft für technische Übersetzungen und Dokumentation mbH

Matthias Schulz, Aalen, Jahrgang 1962, staatl. geprüfter Übersetzer für Technik, ist seit 1985 in der technischen Dokumentation im Maschinenbau, seit 1991 selbständig als Berater für CE-Kennzeichnung, Maschinensicherheit und technische Dokumentation tätig; Inhaber der Firma HiQ text; Autor diverser Fachbücher zur Risikobeurteilung, Sicherheitsinformation, Gebrauchs- und Betriebsanleitungen; seit 1997 Trainer des VDI Stuttgart in allen Bereichen der CE-Kennzeichnung; 1998 bis 2008 Dozent für „technisches Recht“ an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Aalen; 2008 bis 2013 Mitglied des Beirats für Normung der tekom e. V., Stuttgart. Gegenwärtig noch Betreuer des Forums Richtlinien und Normen der tekom e. V., Stuttgart. Seit 2014 in einem Joint-Venture mit der AXELENT GmbH, Stuttgart, Leiter des Geschäftsbereichs „Axelent ProfiServices“.

11:55 Uhr: Die Europäische Maschinensicherheits-Norm DIN EN 60204-1: Was bedeuten die Änderungen für die Praxis mehr
Risikobeurteilung für einen Schaltschrank? Wer macht denn so was? Na, Sie!
In den entsprechenden Vorgaben der Maschinenrichtlinie und der Niederspannungsrichtlinie ist die DIN EN 20604-1 gelistet. Risikobeurteilungen sind nach beiden Standards vorgeschrieben. In diesem Vortrag erfahren Sie, wie Sie mit Hilfe der ISO 12100 eine Risikobeurteilung für den Schaltschrank aufbauen und diese umsetzen. Auch die Validierung des Aufbaus der Steuerung sowie die Umsetzung des Nachweises von sicherheitsbezogenen Teilen der Steuerung werden angesprochen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Wie Sie eine Risikobeurteilung für den Schaltschrank umsetzen.
  • Wie Sie überprüfen können, dass diese Vorgaben auch eingehalten werden.

Referent: Michael Flesch | Hans Turck GmbH & Co. KG

Seit meiner Ausbildung habe ich mit Maschinen zu tun und arbeite seit über 15 Jahren im Bereich der Machinensicherheit. Im Jahr 2009 bin ich durch den TÜV Rheinland zertifizierter, FS Engineer (2071/09) für die Maschinensicherheit. In den vergangenen Jahren habe ich bei unzähligen Maschinen, bei diversen Kunden, mein Wissen um die Maschinensicherheit einbringen können. Seit 2016 bin ich als Produktmanager bei der Hans Turck GmbH & Co KG für Sicherheits-Systeme im Feldbusbereich zuständig.

12:25 Uhr: Aktueller Stand der in Arbeit befindlichen ersten Norm für sichere Geber (IEC61800-5-3) mehr
Antworten auf die folgenden Fragen bezüglich der kommenden Norm IEC 61800-5-3:
Warum wird diese Norm erstellt?
Welchen Status haben die Arbeiten an dieser Norm?
Welche wichtigen Anforderungen an die Geber wird sie enthalten?
Welche Auswirkungen werden nach der Veröffentlichung und ggf. Harmonisierung unter der MRL erwartet?

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Was wird diese Norm für den Hersteller und den Anwender von Gebern für Sicherheitsapplikationen bedeuten.
Referent: Ulrich Hahn | Siemens AG

Dipl.Ing. Elektrotechnik (Univ.)

- Hardware- und Systementwicklung in mehreren Firmen

- Seit 1999 Mitarbeiter der Siemens AG

- Seit 2001 als Functional Safety Manager und Systemarchitekt zuständig für die Funktionale Sicherheit in den Antriebs- und Steuerungsprodukten der Siemens Geschäftseinheit (Digital Industries) Motion Control

- Von 2004 bis 2015 Mitarbeit im nationalen und internationalen Gremium für die Erstellung der Norm IEC 61800-5-2 (1. und 2. Edition)

- Seit 2016 Mitarbeit im nationalen und internationalen Gremium für die Erstellung der Norm IEC 61800-5-3

Praxisforum 2: Safety und Security

11:35 Uhr

Praxisforum 2:
Safety und Security
11:35 Uhr: Safety und Security bei Umbauten von Maschinen und Anlagen mehr
  • Begriffe „Safety und Security“
  • Welche Risiken entstehen bei Umbauten?
  • Wesentliche Änderung?
  • Was ist bei Umbauten zu beachten?

Referent: Jürgen Heimann | Omnicon engineering GmbH

Jürgen Heimann sammelte seine praktische Erfahrung im Sondermaschinenbau und war 10 Jahre technischer Leiter in einem großen Filialunternehmen. Seit fast 25 Jahren hat er sich der Sicherheit verschrieben. Nach Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit war er für ca. 740 Filialen in Europa zuständig und ist seit 15 Jahren als Dozent zu verschiedenen Themen des Arbeitsschutzes tätig. Heute liegt sein Schwerpunkt im Bereich der Produktsicherheit, wo er seit über 10 Jahren in der Praxis Risiko- und Gefährdungsbeurteilungen sowie Betriebsanleitungen begleitet und seine Erfahrungen in Seminaren und Fachtagungen weitergibt. Seine Seminare mit den Schnittstellen zum Arbeitsschutz ergänzen sich und vermitteln ein hohes Maß an Praxisnähe.

11:55 Uhr: Smarte Safety-Konzepte für den modularen Maschinenbau mehr
Im Zusammenhang mit der Digitalisierung von Produktionsstätten werden häufig als Beweggründe Flexibilisierung und Effizienzsteigerung genannt. Das volle Potential der Digitalisierung kann jedoch nur genutzt werden, wenn die bisherigen statischen Maschinensicherheitskonzepte weiterentwickelt werden. In unserem Vortrag stellen wir dar, was wir unter Smart Safety verstehen und wie ein solches dynamisches Maschinensicherheitskonzept umgesetzt werden könnte.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Was verbirgt sich hinter Smart Safety?
  • Wie könnte Smart Safety umgesetzt werden?

Referent: Michael Pfeifer | TÜV SÜD Industrie Service GmbH

Michael Pfeifer, Jahrgang 1984, hatte in der Ausbildung zum Industriemechaniker für Maschinen- und Systemtechnik mit Fertigungsanlagen im Automobilbau intensiven Kontakt. Im anschließenden Maschinenbaustudium vertiefte er den Schwerpunkt Produktionstechnik. Heute ist Michael Pfeifer bei TÜV SÜD Sachverständiger für Maschinen- und Anlagensicherheit und Geschäftsfeld-Admin Maschinensicherheit sowie Leiter eines TÜV SÜD-internen I4.0-Innovationsprojekts. Am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) ist er zudem in der Technologie-Initiative SmartFactoryKL vertreten.

Referent: Pascal Staub-Lang | TÜV Süd Industrie Service GmbH

2005-2008: Kooperatives Studium bei Evonik New Energies GmbH - Duale Ausbildung zum Elektroingenieur am Standort Kraftwerk Weiher

2008-2010:Kooperatives Studium bei SGS-TÜV Saarland GmbH - Duale Ausbildung zum Sachverständigen für Fördertechnik / Maschinensicherheit am Standort Sulzbach / Saar und Stuttgart Anerkennung als ZÜS Sachverständiger für Aufzüge

2011-heute: Sachverständiger bei TÜV SÜD Industrie Service GmbH im Geschäftsfeld Elektro- und Gebäudetechnik als Sachverständiger für Maschinensicherheit - Anerkennung als Functional Safety Expert Level II Anerkennung als ZÜS Sachverständiger sowie bei der benannten Stelle für Aufzüge

2015-heute: Leiter des Kompetenzzentrum Maschinensicherheit bei TÜV SÜD Industrie Service GmbH

2018-heute: Leiter der Abteilung Elektro- & Gebäudetechnik bei TÜV SÜD Industrie Service GmbH

12:25 Uhr: Sicheres Bedienen von Maschinen - Aspekte und Lösungen für Safety und Security mehr
Vor allem bei der Betriebsartenwahl, spielen sowohl Safety- als auch Security-Aspekte eine Rolle. Safety-Funktionen sind durch gesetzliche und normative Anforderungen klar geregelt. Verschiedene Betriebsarten beinhalten oft unterschiedliche Gefährdungspotentiale. Ein Umschalten darf nicht zu gefährlichen Situationen führen. Dafür ist jeweils eine Risikobeurteilung erforderlich. Die daraus resultierenden technischen Lösungen sind Teil der funktionalen Sicherheit. Die Wahl der Betriebsart erfolgt mittels Zugangs-, Auswahl und Aktivierungssystem. Die Zugangsberechtigung als Security-Funktion erreicht positive Effekte in Bezug auf die Bedienberechtigung, die Maschinenverfügbarkeit und die Nachvollziehbarkeit von Handlungen des Bedienpersonals. Ein Security-System bietet die Möglichkeit für Funktionsfreigaben, Authentifizierung und stellt eine hierarchische Berechtigungsmatrix zur Verfügung.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Gesetzliche und normative Anforderungen der sicheren Betriebsartenwahl als Safety-Funktion und Teil der funktionalen Sicherheit
  • Strukturelle Unterteilung und technische Realisierung der Betriebsartenwahl mittels Zugangs-, Auswahl- und Aktivierungssystem
  • Zugangsberechtigung als Security-Funktion: Möglichkeiten der Funktionsfreigabe, Authentifizierung und hierarchischer Berechtigungsmatrix

Referent: Thilo Schmidt | Pilz GmbH & Co. KG

Dipl.-Ing. Tilo Schmidt, geboren 1962 in Dresden, war nach seinem Studium der Elektrotechnik an der Technischen Universität Dresden zwei Jahre als Entwicklungsingenieur im Druckmaschinenbau tätig. Als Leiter des technischen Büros Dresden übernahm er 1990 bei Pilz auf dem deutschen Markt den Aufbau und die kontinuierliche Erweiterung der Vertriebsregion Ost. Seit 2009 ist er als Regionalleitung für die Vertriebsregion Ost tätig. Mit langjähriger Erfahrung begleitet er die Entwicklung und praktische Anwendung von moderner Sicherheitstechnik für Maschinen und Anlagen. Tilo Schmidt setzt sich für das Thema funktionale Sicherheit als Dozent in Ausbildungseinrichtungen und Hochschulen ein. Zudem ist er als Referent für die gefragte Seminarveranstaltung „Sichere Automation“ tätig.

12:55 Uhr
Mittagspause
13:40 Uhr
CE-Kennzeichen - kein Freibrief für das außereuropäische Ausland: Was beim Export in die BRIC-Staaten zu beachten ist mehr
Der Europäische Binnenmarkt ist für den grenzüberschreitenden Warenverkehr eine Insel der Glückseligkeit. Die Marktfähigkeit eines Produktes in einem Mitgliedsstaat ist ohne viel Aufhebens gleich zu setzen mit der Vermarktbarkeit in der gesamten EU.

Diese Konstellation und der seit vielen Jahrzehnten stabil gute Ruf des Made in Germany verleiten allzu leicht dazu, diesen Standpunkt bedenkenlos auch auf den Rest der Welt zu übertragen.

Dem stehen jedoch nationale und regionale technische Regelwerke entgegen, die sich zunehmend zu den Zöllen des 21. Jahrhunderts entwickeln. An Beispiel von Brasilien, Russland, Indien und China werden die wichtigsten Unterschiede in den Anforderungen dargestellt und wie diesen begegnet werden kann.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Unterschiede und Parallelen in den Regelwerken
  • Anwendbarkeit von ISO- und IEC-Normen
  • Fallstricke im Konstruktionsprozess

Referent: Hermann Wegner | VDMA

Die ersten beruflichen Erfahrungen habe ich in der Serienfertigung der IT-Branche gesammelt und später in der Administration und im IT-Support eines großen standortübergreifendem Firmennetzwerk gesammelt. Darauf folgten verschiedene Stationen mit stetig wachsender Aufgabentiefe in der Qualitätssicherung, sowie dem Qualitäts- und Umweltmanagement. Als weiterer Etappe folgte die Übernahme von wesentlichen Aufgaben zur Gewährleistung der Produktkonformität mit dem europäischen Regelwerk. Zunehmende Schwierigkeiten beim Maschinenexport, insbesondere im Aftersales-Service, waren ursächlich dafür, dass ich mich verstärkt mit außereuropäischen Regelwerken beschäftigt habe. Seit 2014 bin ich im VDMA e. V. tätig als Fachreferent für technische Regelwerke im außereuropäischen Ausland mit dem Spezialgebiet Maschinen- und elektrische Sicherheit.

Praxisforum 3: Steuerungen & Controller

14:25 Uhr

Praxisforum 3:
Steuerungen und Controller
14:25 Uhr: Validierung von Steuerungen (EN ISO 13849-2): Entwicklungen in der Normung und was Softema kann
Referent: Jens Westermann | CE Design Technical Compliance GmbH
14:45 Uhr: Analoge Signale und funktionale Sicherheit: Was bei der sicherheitsgerichteten Auswertung von analogen Sensoren sowie Transmittern zu beachten ist mehr
In der Maschinensicherheit ist die Verarbeitung von Analogsignalen eher die Ausnahme. Im Beitrag wird dargelegt unter welchen Bedingungen auch mit einer typischen Sicherheitskleinsteuerung analoge Sicherheitssignale in Sicherheitsfunktionen genutzt werden können. Dabei wird auf technologische und normative Beschränkungen eingegangen und gezeigt, welche Optionen für Realisierungen der einzelnen Performance Level praktikabel sind.
Referent: Thomas Kramer-Wolf | Wieland Electric

Herr Kramer-Wolf ist seit nunmehr fast 20 Jahren in der Sicherheitstechnik tätig und seit 30 Jahren in der Automatisierungstechnik unterwegs. Als Elektroingenieur liegen dabei seine Wurzeln in der Software und Kommunikationstechnik .Seit vielen Jahren ist er in der nationalen und internationalen Verbands- und Normenarbeit als Vertreter in zahlreichen Arbeitskreisen zum Thema funktionale Sicherheit unterwegs. Heute leitet er bei Wieland Electric den Bereich Training und Services.

15:15 Uhr: Erweiterung eines Antriebscontrollers mit STO Sicherheitsfunktionen nach SIL3 mehr
An einem konkreten Praxisbeispiel wird der Weg vom Konzept bis zur Zertifizierung bei der Integration einer Sicherheitsfunktion (STO) in einen bestehenden Antriebscontroller aufgezeigt.
Um die Wettbewerbsfähigkeit einer vorhandenen Produktfamilie eines führenden Herstellers von Antriebsregelungssystemen auszubauen, war es erforderlich die bislang extern zugeschaltete Sicherheitsfunktion auf einen bestehenden Antriebscontroller zu integrieren, ohne die kompakte Bauform der Antriebsregler merklich zu beeinflussen. Die Vorteile integrierter Sicherheitsfunktionen gegenüber herkömmlicher Sicherheitstechnik, ist neben der Einsparung externer Komponenten sowie deren Verdrahtung und Wartung, vor allem eine schnellere Prozesszeit. Wegen der schnellen elektronischen Schaltzeiten hat die Funktion eine deutlich kürzere Reaktionszeit als die elektromechanischen Komponenten in einer herkömmlichen Lösung.
Der Entwicklungsprozess erforderte die konsequente Einhaltung der EN 61800-5-2/ IEC 61508 und der Dokumentation nach diesen Standards. Die Realisierung der sicheren Abschaltung des Moments erfolgt über die genormte Sicherheitsfunktion STO (nach EN 61800-5-2). Dabei wird die Abschaltung über zwei redundante Eingänge erreicht, die bei Wegfall der Freigabesignale die Motoransteuerung unterbrechen und den angeschlossenen Motor somit momentfrei schaltet. Jeder Kanal kann für sich die Abschaltung des Ausgangssignals vornehmen. Die Ausführung der STO-Funktion ist dominant gegenüber allen anderen Funktionen, d. h. das Auslösen eines STO-Signals genügt, um den Motor momentfrei zu schalten.

Der Vortrag zeigt auf, wie Systemtechnik LEBER die Integration der Sicherheitsfunktion nach SIL3 / Ple, Kat. 3 vom ersten Konzept bis zur Zulassung vollverantwortlich realisiert hat. Die Beurteilung der Funktionalen Sicherheit wurde abschließend mit einer EG-Baumusterprüfbescheinigung durch den TÜV NORD CERT GmbH Essen (Notified Body 0044) bestätigt.
Referent: Martin Bayer | Systemtechnik LEBER GmbH & Co. KG

Entwickler Hardware seit 7 Jahren

Functional Safety Engineer IEC 61508 (TÜV Rheinland, #6961/13)

Functional Safety Engineer ISO 26262 (TÜV Süd, TX 1180004095)

Praxisforum 4: Schutzvorrichtugen

14:25 Uhr

Praxisforum 4:
Inhärent sichere Konstruktion und technische Schutzvorrichtungen
14:25 Uhr: Tipps für die inhärente Sicherheit von Anfang an mehr
Die Verantwortlichen müssen den "CE-Prozess" aus dem Blickwinkel des Konstrukteurs denken. Die gesetzlichen "wesentlichen Anforderungen" sind durch das Grundprinzip der Integration der Sicherheit zu erfüllen. Konstruktion muss in gleichem Maße funktions-, wie auch sicherheitsbezogen umgesetzt werden. Dies ist durch das Einhalten bestimmter Grundprinzipien möglich.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Grundlagen, um rechtliche Anforderungen zu erfüllen
  • Tipps, um den "moralischen" Anspruch auf Sicherheit verwirklichen zu können

Referent: Jürgen Bialek | Ingenieurbüro Jürgen Bialek

Studium Maschinenbau (TU "Otto von Guericke" Magdeburg)

Internationaler Schweißfachingenieur

1993 - 2006 Tätigkeit in internationalen Projekten des Maschinen- und Anlagenbaus (Projektmanagement, Techn. Unternehmensführung)

seit 2007 Beratender Ingenieur und Sachverständiger für Maschinensicherheit und Technische Dokumentation

Referent in verschiedenen Fortbildungsprogrammen für Product Compliance

Herausgeber, Autor (u.a. "Praxisratgeber Maschinensicherheit")

14:45 Uhr: Angemessene optische Werkzeugabsicherung für MRK-Roboter mehr
MRK- Mensch und Roboter sollen Hand in Hand auf engstem Raum zusammenarbeiten, so dass trotzdem weder die Sicherheit des Menschen gefährdet ist, noch die Produktivität verringert wird. Dabei zeigt sich, dass die heutigen Technologien oftmals nicht in der Lage sind solch komplexe Anforderungen zufriedenstellend zu erfüllen. Hierzu bedarf es Innovationen und alternative Herangehensweisen in zwei Gebieten. Zum einem müssen neue Systemlösungen entwickelt werden, die den oben genannten Herausforderungen gerecht werden. Zum anderen ist die Risikobeurteilung fundamental und es bedarf eines wirklichen interativen Vorgehens. Ihre Kombination lässt MRK- Applikationen in greifbare Nähe rücken. Auf diesem Resultat baut eine kontextbezogene Sicherheitslösung auf, die in diesem Vortrag vorgestellt wird.
Referent: Erik Mollbach | SICK AG

1998 bis 2003 - Servicetechniker im Bereich Sicherheitstechnik

2003 bis 2007 - Systemspezialist Industrial Safety Management

2007 bis 2009 - Gruppenleiter Service- Außendienst Industrial Safety

2009 bis 2014 - Teamleiter Support Technik Safety Solutions

2014 bis 2018 - Teamleiter Consultant Application Specialist

2018 bis heute - Expert Risk Assessment/ Functional Safety Expert Machinery (Bereich Funktionale Sicherheit/ Entwicklung von Sensorsystemen)

15:15 Uhr: Maschinenzulassung in den USA und Kanada mehr
  • Worauf ist bei der Entwicklung und Konstruktion zu achten?
  • Welche Normen und Anforderungen müssen eingehalten werden?
  • Was sind die größten Hürden?
  • Wer haftet?


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Ohne Angst zu exportieren
  • Konstruktionspraxis

Referent: Markus Pflüger | TÜV AUSTRIA Deutschland GmbH

Studium Mechatronik Fachrichtung Mikrosystemtechnik

gelernter Industrieelektroniker für Produktionsanlagen

Technischer Leiter für einen Medizinproduktehersteller

Teamleiter bei der Fa. Intertek im Bereich Maschinensicherheit, Mechanische Sicherheit, elektrische Sicherheit, CB-Verfahren, GS-Prüfungen, Prüfungen für den nordamerikanischen Markt

Abteilungsleiter TÜV SÜD Product Service im Bereich Maschinensicherheit für Europa, USA, Kanada, Südkorea

Geschäftsführer TÜV AUSTRIA Deutschland GmbH

15:45 Uhr
Kaffeepause
16:15 Uhr
Abschluss-Vortrag:
Betreiberpflichten für Alt- und Gebraucht-Maschinen mehr
Ausblick EU MVO 2023 - Handel und Betreiben von Alt,- und Gebrauchtmaschinen - Bemerkenswerte Praxisbeispiele aus dem Maschinenbau - Status Quo: "Maschinen ohne CE"

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Aktueller Überblick
  • Rechts- und Planungssicherheit
Referent: Dipl.-Ing. Alois Hüning | Berufsgenossenschaft Holz und Metall

Studium Maschinenbau Fachrichtung Konstruktionstechnik.

Mehrjährige Industrietätigkeit im Bereich der Entwicklung von Stromversorgungssystemen.

Seit 1987 tätig bei der Maschinenbau- und Metall BG (seit 1.1.2011 Berufsgenossenschaft Holz und Metall) als Aufsichtsperson.

Leiter Kompetenzzentrum Werkzeugmaschinen/Fertigungssysteme.

Mehrjährige Abordnungen ins Bundesministerium für Arbeit und Soziales für die Novellierung und nationalen Umsetzung der neuen EG-Maschinenrichtlinie.

Referent in verschiedenen internen und externen Ausbildungs- und Weiterbildungsveranstaltungen, Autor verschiedener Fachberichte und Co-Autor des Buches „Neue EG- Maschinerichtlinie“.

Mitglied in verschiedenen nationalen und internationalen Normgremien.

17:00 Uhr
Verabschiedung der Teilnehmer
Referent: Ute Drescher | konstruktionspraxis,
Vogel Communications Group GmbH & Co. KG
17:05 Uhr
Ende der Veranstaltung

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