Programm

Mittwoch, 30. September 2020

08:30 Uhr
Registrierung der Teilnehmer oder Technik-Check für Live-Stream
08:55 Uhr
Begrüßung der Teilnehmer
Referent: Ute Drescher | konstruktionspraxis,
Vogel Communications Group GmbH & Co. KG
09:00 Uhr
Keynote 1
Maschinenrichtlinie 2030 – quo vadis? mehr

Angesichts der technologischen Entwicklungen in der Industrie steht die Sicherheit von Maschinen und Anlagen vor großen Herausforderungen. Dazu gehören u.a. die Anforderungen der smart factory mit der einhergehenden Vernetzung der Produktion, die Notwendigkeit, in Zukunft noch sorgsamer mit Energieressourcen umzugehen, aber auch ungeklärte Rechtsgrundlagen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob die Maschinenrichtlinie in ihrer jetzigen Form diesen Herausforderungen gewachsen ist.

Referent: Dipl.-Ing. Alois Hüning | Berufsgenossenschaft Holz und Metall

Studium Maschinenbau Fachrichtung Konstruktionstechnik.

Mehrjährige Industrietätigkeit im Bereich der Entwicklung von Stromversorgungssystemen.

Seit 1987 tätig bei der Maschinenbau- und Metall BG (seit 1.1.2011 Berufsgenossenschaft Holz und Metall) als Aufsichtsperson.

Leiter Kompetenzzentrum Werkzeugmaschinen/Fertigungssysteme.

Mehrjährige Abordnungen ins Bundesministerium für Arbeit und Soziales für die Novellierung und nationalen Umsetzung der neuen EG-Maschinenrichtlinie.

Referent in verschiedenen internen und externen Ausbildungs- und Weiterbildungsveranstaltungen, Autor verschiedener Fachberichte und Co-Autor des Buches „Neue EG- Maschinerichtlinie“.

Mitglied in verschiedenen nationalen und internationalen Normgremien.

09:30 Uhr
Keynote 2
Bremst Safety die Konstruktion aus? mehr
Die Umsetzung von Sicherheitsanforderungen wird von vielen Konstrukteuren als belastend oder gar hemmend für die Kreativität betrachtet. Ist Safety tatsächlich ein Hindernis auf dem Weg zu hoch effizienten Maschinen? Der Vortrag zeigt die Ursachen der heutigen Umsetzungsprobleme, unter anderem den problematischen Zugang zu Informationen und den häufig praktizierten "reparativen Ansatz" in der Sicherheitstechnik. Gleichzeitig werden praktische Alternativen aufgezeigt, damit Produktsicherheit sich vom Störenfried zum Qualitätskriterium mausern kann. Erst in den Köpfen, dann in der Realität.
Referent: Matthias Schulz | HiQ text Gesellschaft für technische Übersetzungen und Dokumentation mbH

Matthias Schulz, Aalen, Jahrgang 1962, staatl. geprüfter Übersetzer für Technik, ist seit 1985 in der technischen Dokumentation im Maschinenbau, seit 1991 selbständig als Berater für CE-Kennzeichnung, Maschinensicherheit und technische Dokumentation tätig; Inhaber der Firma HiQ text; Autor diverser Fachbücher zur Risikobeurteilung, Sicherheitsinformation, Gebrauchs- und Betriebsanleitungen; seit 1997 Trainer des VDI Stuttgart in allen Bereichen der CE-Kennzeichnung; 1998 bis 2008 Dozent für „technisches Recht“ an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Aalen; 2008 bis 2013 Mitglied des Beirats für Normung der tekom e. V., Stuttgart. Gegenwärtig noch Betreuer des Forums Richtlinien und Normen der tekom e. V., Stuttgart. Seit 2014 in einem Joint-Venture mit der AXELENT GmbH, Stuttgart, Leiter des Geschäftsbereichs „Axelent ProfiServices“.

10:00 Uhr
Fragen- und Diskussionsrunde
10:30 Uhr
Kaffeepause und Besuch der Ausstellung

Parallele Sessions I | Interaktiv

11:00 Uhr

CE-Kennzeichnung
CE-Canvas-Workshop: In 8 Schritten zur CE-Kennzeichnung mehr

Format: Workshop

Dirk Leitsch stellt in diesem Workshop eine Methode vor, mit der Maschinenhersteller den CE-Prozess strukturiert und systematisch durchführen können und wie es gelingt, an alle relevanten Informationen zu gelangen. Die Teilnehmer haben die Gelegenheit, anhand eines konkreten Anwendungsbeispiels Teile des Prozesses mit dieser Methode in kleinen Teams selbst zu erarbeiten. Im Anschluss werden die Ergebnisse diskutiert. Die Teilnehmer lernen eine Methode zur CE-Kennzeichnung kennen, die sich auf die eigenen Projekte anwenden lässt. Sie erhalten einen Überblick zu dem Prozess der CE-Kennzeichnung von Maschinen und wissen wie sie das CE-Canvas effektiv einsetzen können.

Referent: Dirk Leitsch | Dirk Leitsch CMSE® - Certified Machinery Safety Expert
Funktionale Sicherheit
Funktional sichere Kommunikation und Industrie 4.0 – wie passt das zusammen? mehr

Format: Barcamp

Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, in diesem offenen Workshop Anforderungen an die funktional sichere Kommunikation der Zukunft zu formulieren. Zu den möglichen Themen gehören die sichere Maschine-Maschine-Kommunikation, die flexible Produktion, die Zuweisung von F-Adressen, modulare Maschinen, der dynamischer Verbindungsaufbau oder wechselnde Kommunikationspartner wie mobile Roboter. So können diese Anforderungen in die Spezifikation OPC UA Part 15: Safety einfließen, die gerade weiterentwickelt wird.

Der Referent Max Walter (OPC Foundation, PI) ist als Spezialist für funktional sichere Kommunikation in der Normung (DKE, IEC, PNO, OPC Foundation) aktiv und steht den Teilnehmern Rede und Antwort.

Referent: Dr. Max Walter | Siemens

Dr. Max Walter (Promotion und Habilitation an der TU-München) arbeitet seit 2011 bei der Firma Siemens im Bereich funktionale Sicherheit für die Kommunikation. Er ist Leiter der Arbeitsgruppe „PROFIsafe Technik“ bei PROFIBUS & PROFINET International (PI) und der gemeinsamen Arbeitsgruppe „OPC UA Safety“ (PI und OPC Foundation), sowie verantwortlich für den Kurs PROFIsafe Certified Designer (Kooperation zwischen PI und TÜV-Süd). Er ist Autor bzw. Mitautor von mehr als 30 wissenschaftlichen Publikationen und auf mehr als 20 Patenten als Erfinder genannt.

Inhärent sichere Konstruktion
Unfälle und wie man sie hätte vermeiden können mehr
Der Vortrag stellt ein Erfahrungsbericht dar und hat den Fokus auf Ursachen, Konsequenzen und Folgen von Maschinen-Unfällen. Wieso kam der Unfall zustande? Was wurde falsch gemacht und wie hätte es vermieden werden können? Welche Lehren zieht man aus solchen Unfällen? Mit Beispielen aus der echten Praxis soll vor vermeidbaren Fehlern geschützt werden und der Zuhörer kann diese Erfahrungen in sein Umfeld übertragen.
Referent: Pascal Staub-Lang | TÜV Süd Industrie Service GmbH

Studium der Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Automatisierungstechnik im Rahmen einer dualen Ausbildung bei der Evonik New Energies GmbH. Ausbildung zum Sachverständigen für Fördertechnik / Maschinensicherheit bei der SGS-TÜV Saarland GmbH. Sachverständiger bei TÜV SÜD Industrie Service GmbH im Geschäftsfeld Elektro- und Gebäudetechnik für Maschinensicherheit. Anerkennung als Functional Safety Expert Level II. Leiter des Kompetenzzentrum Maschinensicherheit bei TÜV SÜD Industrie Service GmbH.

Risikobeurteilung
Integration von Maschinen in eine Fertigungsanlage am Beispiel einer Spritzgussmaschine
Referent: Stefan Wiegand | TÜV AUSTRIA Deutschland GmbH
12:30 Uhr
Mittagspause mit Aussteller-Pitch

Parallele Sessions II | Interaktiv

13:30 Uhr

CE-Kennzeichnung
CE-Canvas-Workshop: In 8 Schritten zur CE-Kennzeichnung mehr

Format: Workshop

Dirk Leitsch stellt in diesem Workshop eine Methode vor, mit der Maschinenhersteller den CE-Prozess strukturiert und systematisch durchführen können und wie es gelingt, an alle relevanten Informationen zu gelangen. Die Teilnehmer haben die Gelegenheit, anhand eines konkreten Anwendungsbeispiels Teile des Prozesses mit dieser Methode in kleinen Teams selbst zu erarbeiten. Im Anschluss werden die Ergebnisse diskutiert. Die Teilnehmer lernen eine Methode zur CE-Kennzeichnung kennen, die sich auf die eigenen Projekte anwenden lässt. Sie erhalten einen Überblick zu dem Prozess der CE-Kennzeichnung von Maschinen und wissen wie sie das CE-Canvas effektiv einsetzen können.

Referent: Dirk Leitsch | Dirk Leitsch CMSE® - Certified Machinery Safety Expert
Funktionale Sicherheit
Funktional sichere Kommunikation und Industrie 4.0 – wie passt das zusammen? mehr

Format: Barcamp

Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, in diesem offenen Workshop Anforderungen an die funktional sichere Kommunikation der Zukunft zu formulieren. Zu den möglichen Themen gehören die sichere Maschine-Maschine-Kommunikation, die flexible Produktion, die Zuweisung von F-Adressen, modulare Maschinen, der dynamischer Verbindungsaufbau oder wechselnde Kommunikationspartner wie mobile Roboter. So können diese Anforderungen in die Spezifikation OPC UA Part 15: Safety einfließen, die gerade weiterentwickelt wird.

Der Referent Max Walter (OPC Foundation, PI) ist als Spezialist für funktional sichere Kommunikation in der Normung (DKE, IEC, PNO, OPC Foundation) aktiv und steht den Teilnehmern Rede und Antwort.

Referent: Dr. Max Walter | Siemens

Dr. Max Walter (Promotion und Habilitation an der TU-München) arbeitet seit 2011 bei der Firma Siemens im Bereich funktionale Sicherheit für die Kommunikation. Er ist Leiter der Arbeitsgruppe „PROFIsafe Technik“ bei PROFIBUS & PROFINET International (PI) und der gemeinsamen Arbeitsgruppe „OPC UA Safety“ (PI und OPC Foundation), sowie verantwortlich für den Kurs PROFIsafe Certified Designer (Kooperation zwischen PI und TÜV-Süd). Er ist Autor bzw. Mitautor von mehr als 30 wissenschaftlichen Publikationen und auf mehr als 20 Patenten als Erfinder genannt.

Inhärent sichere Konstruktion
Unfälle und wie man sie hätte vermeiden können mehr
Der Vortrag stellt ein Erfahrungsbericht dar und hat den Fokus auf Ursachen, Konsequenzen und Folgen von Maschinen-Unfällen. Wieso kam der Unfall zustande? Was wurde falsch gemacht und wie hätte es vermieden werden können? Welche Lehren zieht man aus solchen Unfällen? Mit Beispielen aus der echten Praxis soll vor vermeidbaren Fehlern geschützt werden und der Zuhörer kann diese Erfahrungen in sein Umfeld übertragen.
Referent: Pascal Staub-Lang | TÜV Süd Industrie Service GmbH

Studium der Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Automatisierungstechnik im Rahmen einer dualen Ausbildung bei der Evonik New Energies GmbH. Ausbildung zum Sachverständigen für Fördertechnik / Maschinensicherheit bei der SGS-TÜV Saarland GmbH. Sachverständiger bei TÜV SÜD Industrie Service GmbH im Geschäftsfeld Elektro- und Gebäudetechnik für Maschinensicherheit. Anerkennung als Functional Safety Expert Level II. Leiter des Kompetenzzentrum Maschinensicherheit bei TÜV SÜD Industrie Service GmbH.

Risikobeurteilung
Integration von Maschinen in eine Fertigungsanlage am Beispiel einer Spritzgussmaschine
Referent: Stefan Wiegand | TÜV AUSTRIA Deutschland GmbH
15:00 Uhr
Kaffeepause und Besuch der Ausstellung

Safety Class – Sponsored

15:30 Uhr

Funktionale Sicherheit
Bedeutung der Industrial Security für die Safety im Zusammenhang mit der Betriebsartenwahl mehr
Vor allem bei der Betriebsartenwahl, spielen sowohl Safety- als auch Security-Aspekte eine Rolle. Safety-Funktionen sind durch gesetzliche und normative Anforderungen klar geregelt. Verschiedene Betriebsarten beinhalten oft unterschiedliche Gefährdungspotentiale. Ein Umschalten darf nicht zu gefährlichen Situationen führen. Dafür ist jeweils eine Risikobeurteilung erforderlich. Die daraus resultierenden technischen Lösungen sind Teil der funktionalen Sicherheit. Die Wahl der Betriebsart erfolgt mittels Zugangs-, Auswahl und Aktivierungssystem. Die Zugangsberechtigung als Security-Funktion erreicht positive Effekte in Bezug auf die Bedienberechtigung, die Maschinenverfügbarkeit und die Nachvollziehbarkeit von Handlungen des Bedienpersonals. Ein Security-System bietet die Möglichkeit für Funktionsfreigaben, Authentifizierung und stellt eine hierarchische Berechtigungsmatrix zur Verfügung.
•    Gesetzliche und normative Anforderungen der sicheren Betriebsartenwahl als Safety-Funktion und Teil der funktionalen Sicherheit
•    Strukturelle Unterteilung und technische Realisierung der Betriebsartenwahl mittels Zugangs-, Auswahl- und Aktivierungssystem
•    Zugangsberechtigung als Security-Funktion: Möglichkeiten der Funktionsfreigabe, Authentifizierung und hierarchischer Berechtigungsmatrix

Referent: Thilo Schmidt | Pilz GmbH & Co. KG

Dipl.-Ing. Tilo Schmidt, geboren 1962 in Dresden, war nach seinem Studium der Elektrotechnik an der Technischen Universität Dresden zwei Jahre als Entwicklungsingenieur im Druckmaschinenbau tätig. Als Leiter des technischen Büros Dresden übernahm er 1990 bei Pilz auf dem deutschen Markt den Aufbau und die kontinuierliche Erweiterung der Vertriebsregion Ost. Seit 2009 ist er als Regionalleitung für die Vertriebsregion Ost tätig. Mit langjähriger Erfahrung begleitet er die Entwicklung und praktische Anwendung von moderner Sicherheitstechnik für Maschinen und Anlagen. Tilo Schmidt setzt sich für das Thema funktionale Sicherheit als Dozent in Ausbildungseinrichtungen und Hochschulen ein. Zudem ist er als Referent für die gefragte Seminarveranstaltung „Sichere Automation“ tätig.

Risikobeurteilung
Risikobeurteilung einer RFID Schreib - Lesestation mehr
Die Teilnehmer sollen anhand einer Schreib-Lesestation eine Risikobeurteilung durchführen. In Gruppenarbeit soll die Maschine beschrieben werden. Sie werden den Anwendungsbereich beschreiben und die Grenzen der Maschine bestimmen.
Es wird gefordert die Lebensphasen der Maschine festzulegen und dabei die Tätigkeiten des Anwenders zu untersuchen.
Die Gruppen sollen die Gefahren festlegen, entsprechende Schutzziele definieren und die Schutzeinrichtungen an der Maschine bestimmen, dies Bezogen auf die zuvor festgestellten Lebensphasen. Das ist von den Gruppen zu dokumentieren. Ebenfalls sollte die Einbindung in die Maschinensteuerung, kurz beschrieben werden.
Referent: Michael Flesch | Hans Turck GmbH & Co. KG

Seit meiner Ausbildung habe ich mit Maschinen zu tun und arbeite seit fast 20 Jahren im Bereich der Maschinensicherheit. Im Jahr 2009 bin ich durch den TÜV Rheinland zertifizierter, FS Engineer (2071/09) für die Maschinensicherheit. In den vergangenen Jahren habe ich bei unzähligen Maschinen, bei diversen Kunden, mein Wissen um die Maschinensicherheit einbringen können.

16:30 Uhr
Präsentation der Ergebnisse aus den parallelen Sessions
17:00 Uhr
Zusammenfassung & Ende der Veranstaltung
*Änderungen vorbehalten